HSV-Stürmer Königsdörffer: Kritik geht ihm "am A... vorbei", Zukunft ungewiss
HSV-Stürmer Königsdörffer: Kritik geht ihm "am A... vorbei"

HSV-Stürmer Königsdörffer: Gelassen trotz Torflaute und Kritik

Ransford Königsdörffer (24) zeigte sich nach seinem zweiten Bundesligator dieser Saison beim 2:1-Sieg des Hamburger SV in Heidenheim zwar erleichtert, aber keineswegs zufrieden. Der Mittelstürmer, der in der vergangenen Aufstiegssaison noch 14 Tore erzielt hatte, analysiert selbstkritisch seine bisherige Leistung.

Selbstkritik und Gelassenheit gegenüber Hass im Netz

„Zufrieden bin ich immer noch nicht“, gesteht Königsdörffer offen. „Ich würde gern noch mehr Tore schießen. Es hat mich gefreut, mehr aber auch nicht. Zwei Treffer insgesamt sind auf jeden Fall zu wenig.“ Der Angreifer räumt ein, dass er sich an die eigene Nase fassen müsse, da er genügend Chancen gehabt habe.

Die während seiner Torflaute im Internet geäußerte Kritik lässt den HSV-Profi dabei kalt. „Gehatet wurde ich schon. Das geht mir relativ am Arsch vorbei“, erklärt Königsdörffer unverblümt. „Das interessiert mich ehrlicherweise nicht so. Wichtig sind die Menschen, die mir nahestehen: Trainer, Mannschaft, Berater, Familie, Freunde und Freundin.“

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Fokus auf Union Berlin und besondere Beziehung zu Baumgart

Der Stürmer blickt bereits voraus auf das kommende Heimspiel gegen Union Berlin am Samstag. „Sie haben einen tief stehenden Block, werden auf Konter gehen. Wir müssen uns Chancen gegen sie erarbeiten und sie am Ende aber auch machen“, analysiert Königsdörffer die taktische Herausforderung.

Besonders freut ihn die Rückkehr von Ex-HSV-Coach Steffen Baumgart (54), der erstmals mit Union Berlin im Volksparkstadion antritt. „Ich mag Baumi, habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihm, habe ihm gerade zum Geburtstag gratuliert“, verrät der Angreifer.

Ungewisse Zukunft: Vertragsverlängerung oder ablösefreier Abgang

Die größte Frage betrifft jedoch Königsdörffers Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, und die Verhandlungen sind im vollen Gange. „Sportdirektor Claus Costa und mein Berater sind im regen Austausch. Es kann in beide Richtungen gehen“, erklärt der 24-Jährige.

Damit meint er entweder eine Vertragsverlängerung oder einen ablösefreien Abgang. „Ich war ja wechselwillig nach der letzten Saison“, erinnert sich Königsdörffer an den geplatzten Wechsel zu OGC Nizza. „Aber ich kann mir auch vorstellen, hierzubleiben. Ich weiß es aktuell nicht. Alles ist offen. Lassen wir uns alle überraschen. Einen Zeitplan habe ich nicht.“

Enttäuschung über geplatzten Wechsel und internationale Ambitionen

Der aufgrund medizinischer Bedenken der Franzosen gescheiterte Transfer nach Nizza hatte den Profi sichtlich getroffen. „Das Leben ist nicht immer fair und nicht einfach. Rückschläge gehören dazu. Es war nicht so einfach, damit klarzukommen“, gesteht Königsdörffer. „Man muss es akzeptieren. Jeder weiß, dass ich gern mal im Ausland spielen möchte.“

Auch bezüglich einer möglichen WM-Teilnahme mit Ghana bleibt der HSV-Stürmer realistisch. „Ich denke, dass aktuell die Chancen für mich sehr gering sind. Ich gebe aber alles, dass ich am Ende doch noch dabei sein kann. Es wäre ein Traum“, äußert Königsdörffer seine Hoffnungen.

Der HSV kann sich somit auf einen motivierten, wenn auch in seiner Zukunft ungewissen Stürmer freuen, der trotz aller Kritik gelassen bleibt und seine Ziele klar vor Augen hat.

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