FIFA-Boss Infantino sichert Iran WM-Teilnahme zu trotz geopolitischer Spannungen
Infantino: Iran bei WM willkommen trotz politischer Konflikte

FIFA-Chef bekräftigt WM-Teilnahme des Iran trotz politischer Spannungen

Die geopolitischen Konflikte zwischen dem Iran, den USA und Israel werfen ihre Schatten auf den internationalen Sport. Obwohl die Teilnahme des qualifizierten Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer in Kanada, den USA und Mexiko aktuell unwahrscheinlich erschien, hat FIFA-Präsident Gianni Infantino (55) nun klare Signale gesendet.

Treffen im Oval Office und Instagram-Botschaft

Am Dienstagabend traf sich der Schweizer FIFA-Chef mit US-Präsident Donald Trump (79) im Oval Office des Weißen Hauses in Washington D.C., um unter anderem über die iranische Situation im Zusammenhang mit dem sportlichen Großereignis zu sprechen. Bereits am Mittwochmorgen postete Infantino auf Instagram ein Foto des WM-Pokals vor dem Weißen Haus mit einer bedeutungsvollen Botschaft.

„Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich willkommen ist, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen“, schrieb Infantino. Er fügte hinzu: „Wir alle brauchen mehr denn je ein Ereignis wie die Weltmeisterschaft, um die Menschen zusammenzubringen, und ich danke dem Präsidenten der Vereinigten Staaten aufrichtig für seine Unterstützung, die einmal mehr zeigt, dass Fußball die Welt verbindet.“

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Iranischer Verband äußert Zweifel an WM-Teilnahme

Diese Aussagen stehen im Kontrast zu jüngsten Äußerungen von Mehdi Tadsch, dem Präsidenten des iranischen Fußball-Verbandes. Tadsch hatte zuletzt im iranischen Staatsfernsehen einen möglichen WM-Verzicht angedeutet, nachdem ihm die Einreise zur WM-Gruppenauslosung im Dezember in Washington verweigert worden war.

„Wenn die Weltmeisterschaft so aussieht – wer bei klarem Verstand würde seine Nationalmannschaft an so einen Ort schicken?“, fragte Tadsch rhetorisch. Diese Skepsis wird durch Trumps eigene Aussagen aus der Vorwoche verstärkt, in denen er gegenüber Politico erklärte: „Es ist mir wirklich egal“ – was zumindest einen kleinen Widerspruch zu Infantinos aktuellen Darstellungen darstellt.

WM-Start in weniger als 100 Tagen

Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni – in weniger als 100 Tagen. Der Iran ist in eine Gruppe mit Neuseeland, Belgien und Ägypten gelost worden, wobei alle drei Spiele der iranischen Mannschaft in den USA stattfinden werden. Dies unterstreicht die Bedeutung der amerikanischen Haltung für die tatsächliche Teilnahme des Teams.

Gute Beziehung zwischen Infantino und Trump

Die Beziehung zwischen FIFA-Präsident Infantino und US-Präsident Trump gilt als ausgesprochen gut. Im Rahmen der WM-Gruppenauslosung hatte Trump sogar den von der FIFA eigens erfundenen Friedenspreis erhalten. Diese Auszeichnung wurde damals von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisiert.

Minky Worden, Direktorin der Organisation, monierte, dass es „kein transparentes Verfahren, keine Nominierten und keine Jury“ gegeben habe. Trotz dieser Kontroversen scheint die Zusammenarbeit zwischen FIFA und US-Regierung für die bevorstehende Weltmeisterschaft reibungslos zu funktionieren.

Die Zusicherung Infantinos stellt einen bedeutenden diplomatischen Schritt dar, der zeigen soll, dass Sport auch in Zeiten politischer Spannungen Brücken bauen kann. Ob der Iran diese Einladung tatsächlich annimmt, bleibt jedoch angesichts der kritischen Haltung des eigenen Verbandes weiterhin ungewiss.

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