Fifa-Boss Infantino will Mund-Zuhalten mit Rot bestrafen: Neue Regel gegen Rassismus
Infantino: Mund-Zuhalten soll Platzverweis bringen

Fifa-Präsident Infantino will Mund-Zuhalten mit Rot bestrafen

Fifa-Boss Gianni Infantino (55) macht ernst im Kampf gegen unsportliches Verhalten auf dem Fußballplatz. Der Präsident des Weltverbandes fordert eine drastische Regeländerung: Spieler, die sich bei hitzigen Wortgefechten mit Gegenspielern demonstrativ den Mund zuhalten, sollen künftig mit einem direkten Platzverweis bestraft werden können.

Infantino: „Wer nichts zu verbergen hat, versteckt seinen Mund nicht“

„Es muss vermutet werden, dass ein Spieler etwas gesagt hat, das er nicht hätte sagen dürfen - sonst hätte er seinen Mund nicht bedecken müssen“, erklärt Infantino seine Position. Der Fifa-Chef ergänzt mit deutlichen Worten: „Ich verstehe es einfach nicht. Wenn man nichts zu verbergen hat, dann versteckt man seinen Mund nicht, wenn man etwas sagt.“

Diese Maßnahme würde das Versteckspiel auf dem Rasen beenden und könnte bei der nächsten Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli 2026) bereits greifen. Für Infantino steht fest, dass eine Hinausstellung eine Option ist, „die wir ergreifen können und die wir ergreifen müssen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen Rassismus ernst meinen“.

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Eklat um Benfica-Star Prestianni bringt Debatte ins Rollen

Auslöser der aktuellen Diskussion ist ein Vorfall in der Champions League. Benfica Lissabons Gianluca Prestianni (20) soll Real-Star Vinicius Junior (25) während der Play-offs rassistisch beleidigt haben. In der hitzigen Szene zog sich der junge Spieler demonstrativ sein Trikot über den Mund, was international für Empörung sorgte.

Der Fall beschäftigte sogar das International Football Association Board (IFAB) bei seiner jüngsten Sitzung in Wales. Dort wurde über mögliche Konsequenzen für solche Verhaltensweisen beraten. Die Szene hat eine breite Diskussion über Disziplinarmaßnahmen im Profifußball ausgelöst.

Nächster Fifa-Kongress könnte Regeländerung beschließen

Bereits im April kommt der nächste Fifa-Kongress in Vancouver zusammen. Dort könnte der Weltverband eine entsprechende Regelung beschließen, um bei zukünftigen Turnieren solche kontroversen Szenen zu vermeiden. Die vorgeschlagene Maßnahme würde Schiedsrichtern mehr Handlungsspielraum geben, um verbale Auseinandersungen auf dem Platz effektiver zu sanktionieren.

Diese Initiative ist Teil eines umfassenderen Engagements der Fifa gegen Diskriminierung und Rassismus im Fußball. Durch klare Sanktionen soll verhindert werden, dass Spieler durch das Verdecken des Mundes verbale Übergriffe verschleiern können. Die Diskussion zeigt, wie der Weltverband versucht, auf aktuelle Entwicklungen im Profifußball zu reagieren und die Integrität des Sports zu wahren.

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