Iraks Fußballer trotzen Hindernissen: WM-Playoff-Spiel gegen Bolivien oder Suriname geplant
Die irakische Fußball-Nationalmannschaft hat ihre Pläne für die Teilnahme an den WM-Playoffs konkretisiert und drängt nicht länger auf eine Verlegung des entscheidenden Spiels. Nach anfänglichen Schwierigkeiten durch Luftraumsperrungen und Visa-Probleme scheinen nun praktikable Lösungen gefunden worden zu sein.
Privatflugzeug soll Reise nach Mexiko ermöglichen
Wie Verbandspräsident Adnan Dirjal in einer offiziellen Stellungnahme bekannt gab, wird das Team mit einem Privatflugzeug nach Mexiko reisen. Dort soll in der deutschen Nacht zum 1. April gegen Bolivien oder Suriname um einen der letzten Startplätze für die Weltmeisterschaft im Sommer gekämpft werden. „Wir müssen uns auf das Spiel konzentrieren und uns darauf vorbereiten. Wir haben ein Ziel: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft“, betonte der 66-jährige Dirjal.
Traum der irakischen Fans soll verwirklicht werden
Der Verbandspräsident unterstrich die Bedeutung dieser Teilnahme für das gesamte Land: „Deshalb konzentrieren sich der irakische Fußballverband und der Trainerstab darauf, den Spielern alle geeigneten Bedingungen zu bieten, damit sie sich auf dieses Spiel konzentrieren und den Traum der irakischen Fans verwirklichen können.“ Ursprünglich hatte sich der Verband aufgrund des Iran-Konflikts für eine Verlegung der Begegnung eingesetzt.
FIFA unterstützt irakisches Team bei logistischen Herausforderungen
Trainer Graham Arnold hatte zuvor den Weltverband FIFA um Hilfe gebeten: „Bitte helfen Sie uns bei diesem Spiel, denn wir haben momentan große Schwierigkeiten, unsere Spieler aus dem Irak herauszuholen.“ Mittlerweile befindet sich der nationale Verband in konstruktivem Austausch mit der FIFA und erhält Unterstützung, um die Teilnahme zu ermöglichen. Die größten Hürden waren die Sperrung des irakischen Luftraums während des Krieges sowie die komplizierte Ausstellung von Visa für die Spieler.
Historische Bedeutung der möglichen WM-Teilnahme
Für den Irak wäre eine Qualifikation für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko von besonderer historischer Bedeutung. Nach der Teilnahme 1986 wäre dies erst die zweite Präsenz des Landes am größten Fußballturnier der Welt. Die Mannschaft um Spieler Mohanad Ali und Trainer Graham Arnold zeigt sich trotz der widrigen Umstände entschlossen, diese Chance zu nutzen und den irakischen Fußball auf die internationale Bühne zurückzubringen.



