Iran schließt WM-Teilnahme aus: Sportminister nennt politische Gründe
Iran schließt WM-Teilnahme aus: Politische Gründe

Iran sagt WM-Teilnahme ab: Sportminister nennt politische Konflikte als Grund

In einer deutlichen Erklärung hat Irans Sportminister Ahmad Donjamali eine Teilnahme des Landes an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, den USA und Mexiko ausgeschlossen. Der Grund dafür sind die aktuellen politischen Spannungen im Nahen Osten und speziell die Angriffe auf den Iran.

„Definitiv keine Möglichkeit“: Donjamali begründet Entscheidung

In einem Fernsehinterview sagte Donjamali mit Blick auf die USA als einen der WM-Gastgeber: „Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.“ Am 28. Februar hatten die USA gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen und dabei den iranischen Diktator Ali Chamenei (†86) getötet. Der Sportminister bekräftigte: „Wir haben definitiv keine Möglichkeit zu einer Teilnahme.“

Verbandschef Tadsch äußert ebenfalls Bedenken

Auch Irans Verbandschef Mehdi Tadsch brachte nach den Vorgängen um die Frauen-Nationalmannschaft während des Asien-Cups in Australien einen möglichen WM-Verzicht ins Spiel. Tadsch sagte: „Wenn die Weltmeisterschaft so aussieht – wer bei klarem Verstand würde seine Nationalmannschaft an so einen Ort schicken?“ Nach dem Vorrunden-Aus beim Asien-Cup waren mehrere Spielerinnen in Australien geblieben und hatten humanitäre Visa erhalten.

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FIFA-Präsident Infantino zeigt sich optimistisch

Noch am Mittwochmorgen hatte sich FIFA-Präsident Gianni Infantino (55) optimistisch zu einer iranischen WM-Teilnahme geäußert. Der Schweizer traf sich mit US-Präsident Donald Trump (79), um über die iranische Situation in Bezug auf das sportliche Großereignis zu sprechen. Infantino schrieb bei Instagram über das Treffen: „Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich willkommen ist, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen.“

Ob die Entscheidung des iranischen Sportministers Donjamali final ist und der Iran die Fußball-Weltmeisterschaft tatsächlich boykottiert, blieb zunächst unklar. Die politischen Spannungen zwischen dem Iran und den USA scheinen jedoch einen erheblichen Einfluss auf die sportliche Teilnahme zu haben.

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