Iran fordert Verlegung seiner WM-Spiele von USA nach Mexiko
Iran will WM-Spiele von USA nach Mexiko verlegen

Iran fordert Verlegung seiner WM-Spiele von USA nach Mexiko

Nur 90 Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko am 11. Juni herrscht weiterhin Unklarheit über die Teilnahme des Iran am prestigeträchtigen Turnier. Nachdem der iranische Sportminister Ahmed Donjamali eine Teilnahme seines Landes noch vor wenigen Tagen kategorisch ausgeschlossen hatte, zeigt er sich nun überraschend kompromissbereit - allerdings unter einer entscheidenden Bedingung.

Bedingte Teilnahme an der Weltmeisterschaft

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna erklärte Donjamali: „Ich hoffe, dass die Bedingungen geschaffen werden, damit unsere Jungs doch noch an der Weltmeisterschaft teilnehmen können.“ Der Sportminister fügte hinzu, dass mit dem Weltverband FIFA derzeit die Möglichkeit einer Verlegung der iranischen WM-Spiele aus den USA nach Mexiko geprüft werde. „Es ist wichtig, alle sportlichen Aspekte sorgfältig zu nutzen, um eine Teilnahme doch noch zu ermöglichen.“ Die FIFA hat sich zu diesen Plänen bislang nicht öffentlich geäußert.

Politische Spannungen als Hintergrund

Die Forderung nach einer Verlegung der Spiele kommt vor dem Hintergrund anhaltender politischer Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. In einem früheren TV-Interview hatte Donjamali mit Blick auf die USA erklärt: „Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.“ Diese Aussage verdeutlicht die tiefgreifenden diplomatischen Konflikte, die nun auch den Sport erreichen.

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Geplante WM-Spiele des Iran

Aktuell sieht der WM-Spielplan für den Iran folgende Begegnungen in der Gruppenphase vor:

  • 16. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland
  • 21. Juni erneut in Los Angeles gegen Belgien
  • 27. Juni in Seattle gegen Ägypten

Der Iran würde in der Gruppenphase der WM auf Belgien, Ägypten und Neuseeland treffen. Sollte die Verlegung nach Mexiko tatsächlich erfolgen, müsste der gesamte Spielplan für diese Begegnungen neu koordiniert werden.

Sicherheitsbedenken und weitere Zweifel

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass der Iran bei der WM in den USA teilnehme. Der iranische Fußballverband konterte daraufhin, dass die FIFA die Entscheidungen über die Teilnahme treffe und nicht einzelne Gastgeberländer.

Auch Irans Verbandschef Mehdi Tadsch brachte nach den Vorgängen um die Frauen-Nationalmannschaft seines Landes während des Asien-Cups in Australien einen möglichen WM-Verzicht ins Spiel. Tadsch fragte rhetorisch: „Wenn die Weltmeisterschaft so aussieht – wer bei klarem Verstand würde seine Nationalmannschaft an so einen Ort schicken?“ Hintergrund dieser Aussage ist, dass nach dem Vorrunden-Aus beim Asien-Cup mehrere iranische Spielerinnen in Australien geblieben waren und dort humanitäre Visa erhalten hatten.

Ungewisse Zukunft der WM-Teilnahme

Die Situation bleibt angespannt und ungewiss. Während der iranische Sportminister nun eine Teilnahme unter bestimmten Bedingungen in Aussicht stellt, müssen sowohl die FIFA als auch die Gastgeberländer USA und Mexiko auf die Forderungen reagieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine diplomatische Lösung gefunden werden kann, die sowohl sportlichen als auch politischen Interessen gerecht wird.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht damit nicht nur sportlich, sondern auch politisch vor einer bedeutenden Herausforderung. Die Entscheidung über die Teilnahme des Iran könnte weitreichende Konsequenzen für das internationale Sportgeschehen und die diplomatischen Beziehungen zwischen den beteiligten Nationen haben.

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