St. Paulis Herz-Zentrum: Jackson Irvine kämpft trotz Schmerzen für den WM-Traum
Er ist der älteste Spieler beim FC St. Pauli und doch einer der wichtigsten: Kapitän Jackson Irvine feierte kürzlich seinen 33. Geburtstag und scherzt über sein Alter. „Wenn ich ein altes Trikot meiner Idole anziehe, muss ich den jungen Spielern erklären, wer das ist“, sagt der Australier mit einem Lächeln. Zum Geburtstag wünschte er sich einen Sieg gegen Eintracht Frankfurt, doch das 0:0-Unentschieden ließ ihn nicht enttäuscht zurück.
Eine beeindruckende Teamleistung und persönliche Opfer
Irvine zeigte sich zufrieden mit der Mannschaftsleistung: „Insgesamt war es eine richtig gute Performance von uns, den Punkt haben wir uns mehr als verdient. In den letzten Wochen ist bei uns die Intensität und auch die Konzentration in den Spielern höher“, analysierte der Mittelfeldspieler. Er betonte, dass das Team aktuell Woche für Woche sein bestes Level erreiche und die Ergebnisse dies widerspiegelten.
Trotzdem war der Kapitän mit seinem persönlichen Auftritt gegen Frankfurt unzufrieden: „Irgendwie schrecklich, viel Müll. Solche Tage gibt es. Man läuft, läuft, läuft. Aber wenn der Ball kommt, ist er gleich wieder weg“, gestand Irvine. Allerdings hob er positive defensive Momente hervor, insbesondere seine Kopfbälle.
Eine bemerkenswerte Statistik und der Kampf mit Schmerzen
Jackson Irvine spielt seit einer Fußoperation im April letzten Jahres weiterhin unter Schmerzen. Dennoch hält er durch und kann eine besondere Statistik vorweisen: Kein Spiel, in dem der Australier über 90 Minuten auf dem Platz stand, ging für St. Pauli verloren (drei Siege, drei Unentschieden). Irvine selbst wusste zunächst nichts von dieser beeindruckenden Bilanz: „Ist das so? Okay, das ist eine gute Statistik. Ich hoffe immer, dass ich den Jungs eine Art Herz-Zentrum sein kann“, erklärte er bescheiden.
Für diese Rolle nimmt er die anhaltenden Schmerzen in Kauf. „Im Moment geht es, wir haben mit der medizinischen Abteilung eine gute Balance gefunden“, berichtete Irvine. Sein kämpferischer Einsatz reißt die Mannschaftskollegen mit und macht ihn zu einem zentralen Element im Team.
Die WM als großes Ziel
Der Nationalspieler beißt nicht nur für St. Pauli auf die Zähne, sondern verfolgt auch ein persönliches Karriereziel: die Teilnahme an der nächsten Weltmeisterschaft. „Klar, dass ich dabei sein will“, betonte Irvine entschlossen. Diese Motivation treibt ihn an, trotz der körperlichen Belastungen weiterzumachen und seine Rolle als Herz-Zentrum der Mannschaft auszufüllen.
Seine besondere Serie ohne Niederlage bei vollen 90 Minuten Einsatzzeit unterstreicht seinen Wert für das Team. Während der Fuß weiter schmerzt, hält Irvine nicht nur seine persönliche Statistik, sondern auch die Hoffnung auf WM-Teilnahme am Leben.



