Jule Brand: Vom Golden Girl zur gereiften Führungsspielerin
Die deutsche Fußball-Nationalspielerin Jule Brand möchte nicht länger als Top-Talent bezeichnet werden. Die 23-jährige Offensivspielerin von OL Lyonnes betont, dass ihr Spielstil gereifter geworden sei und sie eine neue Rolle im Team einnehmen wolle.
Persönliche Entwicklung und öffentliche Kritik
Brand, die 2022 als "Golden Girl" ausgezeichnet wurde, erklärte in einem Interview mit Sport1: "Der Begriff Top-Talent trifft auf mich nicht mehr so zu. Ich möchte jetzt eine andere Rolle einnehmen." Sie fügte hinzu: "Mein Spielstil ist reifer geworden, ich bin nicht mehr so verkopft. Ich hatte eine gute EM, darauf möchte ich aufbauen."
Zur ihrer Entwicklung gehören auch Erfahrungen mit öffentlicher Kritik. Während ihrer Zeit beim VfL Wolfsburg äußerte sich Direktor Ralf Kellermann kritisch über die Spielerin. "Am Anfang musste ich erst lernen, damit umzugehen", gestand Brand. "Aber mittlerweile sehe ich es so, dass mich diese Erfahrungen zu der Spielerin gemacht haben, die ich heute bin."
Hohe Ziele mit dem DFB-Team
Mit bereits 71 Länderspielen auf ihrem Konto steckt sich Brand mit der deutschen Nationalmannschaft ambitionierte Ziele. Sie betonte die Stärken des Teams: "Die jungen Spielerinnen bringen viel Talent und große Fähigkeiten mit."
Mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien zeigte sich die zweifache Weltmeisterin optimistisch: "Wenn wir das alles auf den Platz bringen und als Team mit unserer individuellen Klasse auftreten, dann sind wir auf jeden Fall in der Lage, ganz oben mitzuspielen."
Qualifikation für das nächste große Turnier
Bevor es nach Brasilien gehen kann, muss sich Deutschland zunächst für das nächste große Turnier qualifizieren. Die nächsten Schritte auf diesem Weg sind zwei wichtige Qualifikationsspiele:
- Dienstagabend (18.15 Uhr/ZDF) in Nürnberg gegen Österreich
- Samstag (18.00 Uhr/sportstudio.de) erneut gegen Österreich
Brand und ihre Teamkolleginnen stehen damit vor wichtigen Herausforderungen, die den Grundstein für ihre WM-Ambitionen legen sollen.



