Der 1. FC Köln muss nach nur einer Saison seinen Offensivspieler Jakub Kaminski ziehen lassen. Der 24-jährige polnische Nationalspieler wechselt zum portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon, wo er einen Vertrag bis 2031 unterschrieb. Kaminski war erst im Juni fest von Wolfsburg nach Köln gewechselt, nachdem der FC die Kaufoption gezogen hatte. Nun nutzt der Spieler eine Ausstiegsklausel, die den Kölnern einen Millionenbetrag einbringt.
Kaminski: „Chance auf den nächsten Schritt“
„Der Wechsel fällt mir schwer, er bietet mir sportlich aber die Chance auf den nächsten Schritt bei einem großen Club, der international spielt. Diese Möglichkeit möchte ich gerne wahrnehmen“, sagte Kaminski in einer Mitteilung des 1. FC Köln. In der abgelaufenen Saison erzielte der Flügelspieler sieben Tore und bereitete fünf weitere in der Bundesliga vor. Seine Leistungen weckten Begehrlichkeiten bei Benfica, das in der kommenden Saison in der Champions League antritt.
Finanzielle Details des Transfers
Der 1. FC Köln hatte Kaminski im Sommer für rund 5,5 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtet und mit einer Ausstiegsklausel ausgestattet, die laut Medienberichten bei etwa 20 Millionen Euro liegt. Diese Klausel wurde nun aktiviert, sodass Köln einen satten Gewinn von rund 14,5 Millionen Euro verbuchen kann. FC-Geschäftsführer Thomas Kessler erklärte: „Jakub hat in der vergangenen Saison bei uns auf ganzer Linie überzeugt – sowohl sportlich als auch menschlich. Wir sind stolz darauf, dass wir ihm ein Umfeld bieten konnten, in dem er sein Potenzial wieder konstant abrufen konnte. Gleichzeitig wecken solch gute Leistungen auf dem Markt natürlich Begehrlichkeiten, weshalb wir immer mit einem Abgang von Jakub rechnen mussten.“
Kaminskis Entwicklung in Köln
Kaminski war im Sommer 2023 zunächst auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg nach Köln gekommen. Bei den Niedersachsen hatte er sich zuvor nicht durchsetzen können, doch in der Domstadt fand er zu alter Stärke zurück. In 34 Pflichtspielen für den FC erzielte er neun Tore und bereitete acht Treffer vor. Seine konstant guten Leistungen brachten ihm auch die Rückkehr in die polnische Nationalmannschaft ein. Der Wechsel zu Benfica Lissabon ist für ihn die Chance, sich auf internationaler Bühne zu beweisen. Der portugiesische Klub ist 38-maliger Meister und regelmäßig in der Champions League vertreten. Für den 1. FC Köln bedeutet der Abgang einen herben sportlichen Verlust, aber auch einen finanziellen Gewinn, der in den kommenden Jahren für Neuinvestitionen genutzt werden kann.



