Kann Aufstiegs-Experte Kauczinski den TSV 1860 in die Zweite Liga führen?
Kauczinski: Kann er 1860 in die 2. Liga führen?

Kann Aufstiegs-Experte Kauczinski den TSV 1860 in die Zweite Liga führen?

Unter Markus Kauczinski hat sich der TSV 1860 München zuletzt wieder im Aufstiegsrennen der Dritten Liga zurückgemeldet. Der erfahrene Trainer, der 2023 mit dem SV Wehen Wiesbaden den gefeierten Sprung in die Zweite Liga schaffte, steht nun vor einer ähnlichen Herausforderung mit den Löwen.

Schöne Erinnerungen und neue Ziele

"Das war eine sehr schöne Zeit. Ich blicke gerne darauf zurück, obwohl man im Alltag leider wenig Zeit hat, zurückzublicken", sagte Kauczinski vor dem wichtigen Aufeinandertreffen mit seinem ehemaligen Verein. Im Juni 2023 hatte er mit Wiesbaden durch einen 2:1-Auswärtssieg bei Arminia Bielefeld den Aufstieg perfekt gemacht, nachdem man zuvor mit einem 4:0-Heimsieg die Weichen gestellt hatte.

Satte 70 Punkte sammelte Kauczinski mit dem SVWW in der Spielzeit 2022/23, was als Drittliga-Vierter den Weg in die Relegation ebnete. Allerdings konnte sich das Team nicht in der Zweiten Liga festsetzen, und der Trainer verlor seinen Job bereits in der Folgesaison. "Leider haben wir es nicht geschafft, die Liga zu halten", räumte Kauczinski ein.

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Emotionales Duell der Aufstiegsaspiranten

Am Samstag traf Kauczinski mit seinem neuen Verein auf den alten Arbeitgeber in einem spannenden Aufstiegskampf-Duell. Der TSV 1860 München lag als Sechster mit 48 Punkten knapp vor Wehen Wiesbaden als Achtem mit 47 Punkten. "Wir wollen alles geben, um zu gewinnen und unsere Fans am Ende glücklich zu machen", betonte der 56-jährige Trainer.

Kauczinski gestand vor dem wichtigen Spiel: "Es geht nicht um Coolness oder Nervosität. Ich spüre ein Kribbeln und eine Vorfreude, weil es sich noch mal zuspitzt." Er ist überzeugt, dass diese positive Aufregung auf die Mannschaft übertragbar ist und sie enge Situationen annimmt.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Bei der Analyse der beiden Vereine nannte Kauczinski klare Parallelen: "Die große Schnittmenge ist natürlich die Liebe zum Fußball: sowohl bei Wehen Wiesbaden, als auch bei 1860 lieben die Leute ihren Verein leidenschaftlich, beide Klubs haben ein professionelles Umfeld."

Doch es gibt auch signifikante Unterschiede: "Der größte Unterschied ist sicher, dass Sechzig als Traditionsverein eine viel größere Fanbase hat. Zahlenmäßig ist das was anderes als in Wiesbaden, wo man Mainz oder Frankfurt als Bundesligisten um sich herum hat."

Personelle Weichenstellungen vor dem Duell

Für das wichtige Spiel konnte Kauczinski auf die österreichische Abwehrkante Raphael Schifferl bauen, den er direkt zurück in die Startelf beorderte. Zudem entschied sich der Trainer dafür, dass Junglöwe Damjan Dordan den gelbgesperrten Kapitän Thore Jacobsen ersetzen sollte.

"Im Moment würde ich nicht an Kevin Volland oder Sigurd Haugen herumrütteln", sagte Kauczinski und dürfte dies auch bei Abwehrchef Max Reinthaler unterlassen, obwohl Kapitän Jesper Verlaat wieder fit ist. Interessanterweise gehörte Reinthaler auch zu jenem Team, das Kauczinski 2022/23 zum Aufstiegscoach machte.

Traditionsverein gegen Geheimfavoriten

Während der TSV 1860 München seit Saisonbeginn die Bürde des Aufstiegsfavoriten tragen muss, sieht Kauczinski den SV Wehen Wiesbaden als "eher eine Art Geheimfavorit, der etwas unter dem Radar läuft, obwohl er die zweitbeste Rückrundenmannschaft ist." Eine Mannschaft also, die den Münchner Löwen "alles abverlangen" werde.

Der Erfolgs-Tüftler Kauczinski wollte seine fünfmalige Siegerelf weitgehend erhalten und setzt auf Kontinuität in dieser entscheidenden Phase der Saison. Ob er den Coup von 2023 mit 1860 wiederholen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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