Kehl mahnt zur Vorsicht: Trotz Aufholjagd keine Euphorie im BVB-Titelrennen
Sebastian Kehl, der Sportdirektor von Borussia Dortmund, lässt auch nach der beeindruckenden Aufholjagd seines Teams in der Fußball-Bundesliga weiterhin Vorsicht in der Meister-Frage walten. Nach dem dominanten 4:0-Heimsieg gegen den FSV Mainz 05, der den BVB zumindest für eine Nacht bis auf drei Punkte an den Spitzenreiter FC Bayern heranführte, erklärte Kehl: "In zwei Wochen werden wir die Situation hoffentlich genauso positiv beäugen können."
Verhaltene Kampfansage vor dem Topspiel
Diese Aussage ist eine verhaltene Kampfansage, denn am 28. Februar gastiert eben jener FC Bayern im Dortmunder Stadion. Dieses Duell könnte bereits vorentscheidend für den weiteren Saisonverlauf sein. "Natürlich können wir die Tabelle lesen", betonte Kehl, doch trotz sechs Ligasiegen in Folge will er nicht in Euphorie verfallen. Zwar sei er mit den aktuell 51 Punkten sehr zufrieden, aber "das ändert erstmal grundsätzlich nichts an der Herangehensweise."
Guirassy als Schlüsselfigur im Titelkampf
Im Kampf um die deutsche Meisterschaft hat der BVB zuletzt immerhin fünf Punkte auf den langjährigen Dominator FC Bayern gutgemacht. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Rückkehr zur alten Stärke von Torgarant Serhou Guirassy. Nach einer Phase mit mäßigen Leistungen trifft der Stürmer nun wieder zuverlässig und steuerte in den letzten drei Ligaspielen fünf Tore zum Erfolg seiner Mannschaft bei.
"Diese Leistung hat er sich hart erarbeitet", erklärte Kehl anerkennend. "Zwischendurch hatte er eine Phase, in der er auch leiden musste. Wir brauchen einen sehr guten Serhou Guirassy, um am Ende auch erfolgreich zu sein." Der Verein setzt große Hoffnungen in den wiedererstarkten Angreifer, der bereits am kommenden Dienstag in den Play-offs der Champions League gegen Atalanta Bergamo wieder liefern soll, ehe es in der Bundesliga weiter auf Bayern-Jagd geht.
Realistischer Blick auf die Herausforderungen
Die positive Entwicklung der letzten Wochen gibt zwar Anlass zur Hoffnung, doch Kehl betont die Notwendigkeit, realistisch zu bleiben. Die Mannschaft habe zwar gezeigt, dass sie zum Titelkampf bereit ist, aber der Weg bis zum möglichen Meistertitel sei noch lang und steinig. Besonders das bevorstehende Spitzenspiel gegen Bayern München wird als echter Gradmesser für die Dortmunder Ambitionen gewertet.
Die Fans dürfen sich auf ein packendes Saisonfinale freuen, während das BVB-Management weiterhin einen kühlen Kopf bewahrt und sich auf die nächsten Herausforderungen konzentriert.



