Kölns riskante Rettungsrechnung: Vier Siege für den Klassenerhalt nötig
Köln braucht vier Siege für den Klassenerhalt

Kölns riskante Rettungsrechnung: Vier Siege für den Klassenerhalt nötig

Der 1. FC Köln feierte den Punkt gegen Hoffenheim (2:2) und damit einen weiteren kleinen Schritt im Rennen um den Klassenerhalt. Doch die Situation bleibt äußerst angespannt. Bereits jetzt ist klar, dass die Ausbeute aus der Hinrunde in den noch ausstehenden elf Spielen kaum ausreichen wird und der FC deutlich zulegen muss im letzten Saisondrittel.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Trainer Lukas Kwasniok (44) machte seine Rettungsrechnung zuletzt selbst erneut auf und sagte: „Ich bleibe dabei, dass du ungefähr 32 bis 35 Punkte für den Klassenerhalt brauchst.“ Je nach Statistik und Rückblick auf unterschiedliche Zeiträume mag das stimmen. Fakt ist jedoch: Um auf Nummer sicher zu gehen, benötigt Köln noch vier Siege aus den letzten elf Spielen, um mit dann mindestens 36 Punkten weder mit dem Abstieg noch mit der Relegation etwas am Hut zu haben.

Der für Platz 15 nötige Punkte-Schnitt lag in den letzten 25 Jahren bei 35 Zählern! Diese Marke sollte Köln nach Möglichkeit sogar toppen. Denn allein in den letzten zehn Jahren mussten mit Augsburg (2020/36 Punkte), Freiburg (2018/36 Punkte), Mainz (2017/37 Punkte) und Hoffenheim (2016/37 Punkte) schon vier Klubs mehr rausholen für Platz 15. Das sind warnende Bundesliga-Beispiele!

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das Problem und die Chance

Das Problem für Köln: Vier Siege aus elf Spielen gelangen Kwasniok bislang nur bei seinem furiosen Saisonstart. Damals fuhr Kölns Coach die Erfolge an den ersten neun Spieltagen ein und hatte nach elf Spielen 14 Punkte auf dem Konto. Eine Top-Bilanz. Danach aber folgten nur neun Punkte aus elf Spielen. Der FC muss also einen drauflegen.

Die Chance für Köln: „Die Ausgangssituation für das letzte Drittel hätte deutlich schlechter sein können“, sagt Kwasniok und meint damit sicher auch das Restprogramm. Denn von den elf kommenden Gegnern stehen immerhin sechs in der unteren Tabellenhälfte – vier sogar noch unter dem FC. Gegen diese vier Teams muss die Kwasniok-Truppe gewinnen.

Vier Rache-Siege werden benötigt

Das bedeutet auch: Köln braucht vier Rache-Siege. Denn ausgerechnet gegen Gladbach (1:3), Werder (1:1), St. Pauli (1:1) und Heidenheim (2:2) konnte der FC in der Hinrunde keinen Dreier landen. Der Druck ist also da. Ein Sieg am Freitag (20.30 Uhr) in Augsburg würde diesen allerdings deutlich entschärfen und die FC-Verantwortlichen wesentlich entspannter auf die später anstehenden Keller-Duelle blicken lassen.

Trainer Lukas Kwasniok holte sieben Punkte aus bislang sechs Rückrunden-Spielen. Diese Bilanz macht Hoffnung, doch sie reicht bei weitem nicht aus. Kölns Top-Star Said El Mala (19) rettete dem FC im Augsburg-Hinspiel einen Punkt und wird in den kommenden entscheidenden Spielen erneut gefordert sein.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der 1. FC Köln die notwendige Wende schafft und den gefährdeten Klassenerhalt doch noch sichert. Mit nur 24 Punkten aktuell steht der Verein vor einer gewaltigen Herausforderung, die nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung zu bewältigen ist.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration