Kölns Hoffnungsträger kehren zurück: Maina und Castro-Montes vor BVB-Duell
Der FC Köln steht vor einem entscheidenden Samstagabend-Topspiel gegen Borussia Dortmund. Trainer Lukas Kwasniok (44) hat nach der 0:2-Niederlage in Augsburg mutig angekündigt, dass sein Team endlich einen solchen Höhepunkt gewinnen müsse. Ausgerechnet gegen den BVB soll die anhaltende Krise des Traditionsklubs gestoppt werden. Eine zentrale Frage dabei: Kann Kwasniok auf zwei zuletzt angeschlagene Leistungsträger zurückgreifen?
Erste Trainingseinheiten nach Verletzungspausen
Am Montagnachmittag gab es erste positive Signale. Sowohl Linton Maina (26) als auch Alessio Castro-Montes (28) waren wieder auf dem Platz und wurden in Teilen des Mannschaftstrainings integriert. Für Maina war es ein besonders wichtiger Schritt. Der Offensivspieler hatte nicht nur einen Rippenbruch zu verkraften, sondern litt anschließend auch unter schweren Magen-Darm-Problemen, die ihn erheblich schwächten. Die Hoffnung im Kölner Lager ist groß, dass Maina, der vor seiner Zwangspause endlich wieder in Topform war, bis Samstag zumindest als Kaderkandidat zur Verfügung steht.
Der Optimalfall würde auch für Castro-Montes gelten. Der Belgier fiel seit Anfang Februar aufgrund einer Muskelverletzung aus. Zuvor hatte der Außenbahnspieler mit überzeugenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und galt als große positive Überraschung seit der Winterpause. Seine Dynamik und Zweikampfstärke fehlten der Mannschaft in den letzten Wochen deutlich.
Personalsorgen und Abstiegsdruck
Definitiv nicht gegen Dortmund zur Verfügung stehen werden Joel Schmied (27), Sebastian Sebulonsen (26) und Jan Thielmann (23), die alle mit Muskelverletzungen kämpfen. Auch Denis Huseinbasic (24) fällt mit einer Hüftverletzung aus. Die Langzeitverletzten Timo Hübers (29) und Luca Kilian (26) mit ihren schweren Knieverletzungen fehlen mindestens bis zum Saisonende.
Der FC Köln steckt tiefer im Abstiegskampf als je zuvor in dieser Saison. Aus den letzten 15 Spielen holte der Klub nur zwei Siege. Der Abstand auf einen Relegationsplatz beträgt nur noch zwei Punkte, ein direkter Abstiegsplatz ist nur vier Punkte entfernt. „Es ist klar, dass der Druck etwas größer wird. Das ist ganz logisch“, sagt Trainer Kwasniok. „Wir holen zu wenig Punkte.“
Damit Köln und sein Trainer die dringend benötigte sportliche Wende schaffen, müssen in den nächsten drei Begegnungen Erfolge her. Nach dem BVB-Hit geht es auswärts nach Hamburg, bevor Borussia Mönchengladbach zum rheinischen Derby nach Müngersdorf kommt. Vor diesem Hintergrund wäre es für Kwasniok und sein Team von enormer Bedeutung, möglichst schnell wieder auf wichtige Leistungsträger wie Maina und Castro-Montes zurückgreifen zu können.



