Abstiegs-Alarm beim 1. FC Köln nach dem 25. Spieltag
Die Situation für den 1. FC Köln wird von Spieltag zu Spieltag bedrohlicher. Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund und den gleichzeitigen Punktegewinnen der direkten Konkurrenten im Abstiegskampf steht der Verein nur noch dank seines besseren Torverhältnisses über der Relegations-Platz. Die einst komfortable Punktereserve ist vollständig aufgebraucht, und die Abstiegsangst wächst mit jedem weiteren Spieltag.
Die alarmierende Statistik der letzten 16 Spiele
Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung unter Trainer Lukas Kwasniok in den vergangenen 16 Bundesliga-Spielen. In diesem Zeitraum gelangen dem 1. FC Köln lediglich zwei Siege – gegen Mainz 05 und den VfL Wolfsburg. Mit nur 10 Punkten aus diesen 16 Begegnungen belegt Köln in dieser Zwischenbilanz den 17. Platz, lediglich vor dem FC Heidenheim.
Kwasnioks Mannschaft kommt in diesem Zeitraum auf einen durchschnittlichen Punkteschnitt von lediglich 0,6 Punkten pro Spiel. Zum Vergleich: Der direkte Konkurrent Mainz 05 holte in den gleichen 16 Spielen 9 Punkte mehr als Köln, der FC St. Pauli sogar 7 Punkte mehr. Selbst der VfL Wolfsburg, der ebenfalls im unteren Tabellendrittel kämpft, sammelte in dieser Phase mehr Punkte als die Kölner.
Die Tabelle der letzten 16 Bundesliga-Spiele
- Bayern München: 39 Punkte
- Borussia Dortmund: 35 Punkte
- TSG Hoffenheim: 33 Punkte
- VfB Stuttgart: 29 Punkte
- Bayer Leverkusen: 27 Punkte
- RB Leipzig: 25 Punkte
- SC Freiburg: 24 Punkte
- FC Augsburg: 24 Punkte
- Hamburger SV: 21 Punkte
- Eintracht Frankfurt: 21 Punkte
- FSV Mainz 05: 19 Punkte
- Borussia Mönchengladbach: 19 Punkte
- St. Pauli: 17 Punkte
- Union Berlin: 17 Punkte
- Werder Bremen: 13 Punkte
- VfL Wolfsburg: 12 Punkte
- 1. FC Köln: 10 Punkte
- FC Heidenheim: 9 Punkte
Kwasniok unter enormem Druck
Trainer Lukas Kwasniok steht vor seinem ersten echten Endspiel. Bei einer Niederlage am kommenden Samstag beim Hamburger SV könnte bereits das vorzeitige Aus für den 44-Jährigen besiegelt sein. Der Trainer versucht zwar, kämpferisch und optimistisch zu bleiben und erklärt: „Wir sind in der Lage zurückzuschlagen und wir werden das Ding wieder drehen.“ Doch die Argumente werden langsam knapp.
Besonders problematisch: In den verbleibenden Spielen stehen zwar direkte Duelle mit den Konkurrenten im Abstiegskampf an – gegen Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen, St. Pauli und Heidenheim. Doch genau gegen diese Mannschaften konnte Köln bereits in der Hinrunde keine Siege einfahren. Mit einer 1:3-Niederlage in Gladbach begann die aktuelle Talfahrt, gegen die anderen drei Rivalen holte der FC lediglich je einen Punkt.
Die Luft wird dünn für den Kölner Trainer
Vor der Niederlage gegen Dortmund versprach Kwasniok noch selbstbewusst: „Wir sind in der Lage, zwei, drei, vier Spiele hintereinander nicht zu verlieren.“ Doch nach dem aktuellen Spieltag ist auch dem Trainer klar geworden, dass dies im Kampf um den Klassenerhalt nicht mehr ausreichen wird. Um die Wende noch zu schaffen, benötigt der 1. FC Köln dringend Siege – idealerweise bereits am kommenden Samstag in Hamburg mit einem Auswärtssieg.
Die Frustration bei den Spielern ist nach der Niederlage gegen Dortmund deutlich spürbar. Die Gesichter der Profis zeigten Enttäuschung und Sorge. Der Trainer-Kredit von Lukas Kwasniok scheint nach den enttäuschenden Ergebnissen der vergangenen Wochen nahezu aufgebraucht zu sein. Die kommenden Spiele werden entscheiden, ob der 1. FC Köln die Trendwende noch schaffen kann oder ob der Absturz in die 2. Bundesliga nicht mehr aufzuhalten ist.



