Kölns Abstiegskampf spitzt sich zu: Druck auf Trainer Kwasniok wächst
Kölns Abstiegskampf: Druck auf Trainer Kwasniok wächst

Kölns Abstiegskampf spitzt sich dramatisch zu

Die Situation beim 1. FC Köln wird von Woche zu Woche bedrohlicher. Mit nur zwei Siegen aus den letzten 15 Bundesliga-Spielen und einem enttäuschenden 0:2 in Augsburg versinkt der Traditionsverein immer tiefer im Abstiegskampf. Der Druck auf Trainer Lukas Kwasniok wächst mit jedem weiteren Punktverlust spürbar.

Kwasnioks Zukunft steht auf dem Spiel

Aktuell ist die Position des 44-jährigen Trainers nach Informationen der Bild-Zeitung zwar noch nicht unmittelbar gefährdet. Doch die kommenden Wochen werden über sein Schicksal entscheiden. Sollte Köln gegen Borussia Dortmund und in den folgenden Partien beim HSV sowie im Derby gegen Borussia Mönchengladbach nicht die dringend benötigte Wende schaffen, wird es für Kwasniok und seine Zukunft am Rhein sehr eng.

„Es ist klar, dass der Druck etwas größer wird. Das ist ganz logisch“, räumt Kwasniok selbst ein. Die Frustration bei den Köln-Fans ist mittlerweile enorm. In den sozialen Netzwerken wüten viele Anhänger bereits gegen den Coach, während die Angst vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga täglich konkreter wird.

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Bittere Bilanz und fehlende Punkte

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Drei Niederlagen und ein Unentschieden lautet die ernüchternde Bilanz aus den letzten vier Spielen. „Wir holen zu wenig Punkte“, gesteht Kwasniok offen ein. Diese Aussage unterstreicht das Kernproblem des Teams, das trotz einzelner Lichtblicke zu Saisonbeginn nun in akuter Abstiegsgefahr schwebt.

FC-Star Tom Krauß (24) bringt die Situation auf den Punkt: „Man sieht ja, dass die Teams unten auch gegen die großen Teams gewinnen können. Das müssen wir auch. Wir müssen punkten in den entscheidenden Spielen in den entscheidenden nächsten Wochen. Die da unten schlafen nicht, das habe ich schon mal gesagt. Wir müssen nächste Woche auf jeden Fall liefern.“

Schwierige Ausgangslage gegen Dortmund

Dass ausgerechnet gegen den starken BVB die ersehnte Trendwende kommen soll, erscheint nach der mutlosen Vorstellung in Augsburg fast schon unrealistisch. Doch Kwasniok versucht, Optimismus zu verbreiten: „Wir gucken, dass wir uns jetzt schütteln und trotzdem nächste Woche natürlich gegen Dortmund unseren ersten Sieg an einem Samstagabend einfahren. Der Auftrag ist ganz klar: Fluch brechen!“

Damit spielt der Trainer auf eine besondere Statistik an: Bisher hat der FC noch kein Spiel gegen ein Top-Team an einem Samstagabend gewonnen. Diese Serie möchte er nun endlich beenden.

Entscheidende Wochen vor der Länderspielpause

Die wirklich entscheidenden Spiele für Kölns Klassenerhalt folgen jedoch erst nach der Dortmund-Partie. Beim Hamburger SV und im Rhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach geht es vor der Länderspielpause um alles. Diese Begegnungen werden nicht nur über die weitere Erstligazugehörigkeit des Vereins entscheiden, sondern höchstwahrscheinlich auch über Kwasnioks Zukunft am Rhein.

Der Trainer zeigt sich dennoch kämpferisch: „Ich war mir im Klaren, dass es um den Klassenerhalt gehen wird. Zu Beginn der Saison haben wir überperformt, Spiele gewonnen, die uns jetzt die Möglichkeit geben, über dem Strich zu stehen. Aber wir sind keine Menschen, die mit geschlossenen Augen durchs Leben laufen. Wir haben die Augen offen und wissen, dass wir in der Zukunft Spiele gewinnen müssen. Diese Überzeugung trage ich in mir, die habe ich auch der Mannschaft mitgeteilt.“

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Überzeugung in dringend benötigte Punkte umgemünzt werden kann oder ob der 1. FC Köln am Ende der Saison den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss.

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