Kölns Co-Trainer-Tor: El Mala verwandelt einstudierten Standard gegen HSV
Beim 1:1 des 1. FC Köln beim Hamburger SV hat der junge Offensivspieler Said El Mala sein erstes Kopfballtor in der Bundesliga erzielt. Der 19-Jährige traf in der 45. Minute nach einer Ecken-Verlängerung von Rav van den Berg zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Dieser Treffer war jedoch kein Zufallstreffer, sondern das Ergebnis akribischer Vorbereitung.
Ein Tor mit Ansage aus dem Training
Kölns Trainer Lukas Kwasniok verriet nach dem Spiel die Hintergründe: „Das war ein Co-Trainer-Tor. Die Ausübende Gewalt war Said, der am zweiten Pfosten durchgelaufen ist. Aber hinten am zweiten wird eben das Geld verdient – vor allem bei Ecken. Das sind einfache Tore.“ Der Trainer betonte, dass El Mala die Trainingsanweisungen zu 100 Prozent umgesetzt habe. Die Mannschaft hatte in der Woche vor dem Spiel gezielt an dieser Standardsituation gearbeitet.
Gezielte Vorbereitung auf HSV-Schwäche
Said El Mala bestätigte die taktische Vorbereitung: „Wir wussten, dass Hamburg auf dem 2. Pfosten nicht so stark ist und haben das trainiert. Für mich war es leicht. Ich musste am Ende ja nur den Kopf hinhalten.“ Für den 19-Jährigen war es bereits das neunte Saisontor, aber das erste per Kopf in der Bundesliga. Mit diesem wichtigen Treffer rettete er seinem Team einen weiteren Punkt in der Tabelle.
Antwort auf Stadionsprecher-Spott
Besonders pikant: Kurz vor Anpfiff hatte sich der Stadionsprecher in Hamburg noch über den FC Köln lustig gemacht und durchs Mikrofon gerufen: „Nur noch mal mit auf den Weg: Der Gegner ist die schwächste Mannschaft der Liga bei Standards.“ Umso größer war die Genugtuung für Trainer Kwasniok nach dem Spiel: „Dass die Jungs sich für die Trainingsarbeit bei Standards belohnen konnten.“
Positives Signal vor dem Derby
Das einstudierte Standard-Tor und die insgesamt starke Abwehrleistung in Hamburg sprechen eine Woche vor dem rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach für eine positive Entwicklung. Es scheint, als ob Kwasniok und sein Team das bislang größte Saisonproblem – die Schwäche bei Standardsituationen – langsam aber sicher in den Griff bekommen. Die Mannschaft zeigt sich zunehmend variabler und besser vorbereitet auf die taktischen Herausforderungen der Bundesliga.
Der 1:1-Auswärtserfolg in Hamburg markiert damit nicht nur einen weiteren Punktgewinn für die Kölner, sondern auch einen wichtigen mentalen Erfolg. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie gezielt auf gegnerische Schwächen vorbereitet ist und Trainingsinhalte erfolgreich in die Praxis umsetzen kann. Für den jungen Said El Mala war es zudem ein weiterer Meilenstein in seiner bereits beeindruckenden Karriere.



