Unangenehme Parallelen zur Vorsaison: Droht Klose der nächste Schlaffi-Endspurt?
Will mit Nürnberg am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz landen: Club-Coach Miroslav Klose (47). Seit dem Bundesliga-Abstieg 2019 war der Saison-Kehraus des 1. FC Nürnberg selten eine gelungene Symbiose. Einzig unter Ex-Coach Robert Klauß (41) schafften es die Franken im Saison-Endspurt 2020/21 mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen noch einmal, für Euphorie zu sorgen.
Historisch schwache Finalphasen
In allen anderen Spielzeiten legte der Club stets einen „Schlaffi-Endspurt“ hin und schaffte nie mehr als einen mickrigen Dreier aus den letzten fünf Saisonpartien. Auch in dieser Spielzeit deutet sich ein ähnliches Muster an. Schon vor dem blutleeren Heimauftritt gegen Dresden (0:2) erklärte Nürnberg-Trainer Miroslav Klose (47): „Das habe ich ja schon letzte Saison ausgesprochen. Wir müssen jetzt anders auftreten.“
Doch Pustekuchen! Gegen Dynamo enttäuschten die Franken im ausverkauften Max-Morlock-Stadion auf ganzer Linie. Klose war dementsprechend angefressen: „Natürlich wissen wir, dass wir auch mal ein Spiel verlieren können. Aber die Art und Weise ist immer das Entscheidende. Wir haben zu lange den Ball verschleppt und zu lange dort hingeschaut, wo wir den Ball hinspielen wollen. Wir müssen viel bessere Entscheidungen treffen.“
Klassenerhalt noch nicht gesichert
Am besten schon am Samstag (13.30 Uhr) bei Arminia Bielefeld. Sollte der FCN auch auf der Alm verlieren, würde auf dem folgenden Heimspiel gegen Magdeburg (26.4.) schon wieder mächtig viel Druck liegen. Denn mit 37 Punkten ist der Klassenerhalt für die Franken zwar greifbar, aber noch nicht sicher.
Bitter auch: Die vielfach von Klose versprochene Entwicklung der Mannschaft lässt immer noch auf sich warten. In der Rückrunden-Tabelle rangiert der Club nur noch auf Platz zehn und nach 29 Spieltagen hat der FCN sieben Punkte weniger eingefahren als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison.
Drohende untere Tabellenhälfte
Ohne einen gelungenen Saisonendspurt droht also auch in dieser Spielzeit eine Endplatzierung in der unteren Tabellenhälfte. Die Parallelen zur Vorsaison sind unübersehbar und werfen Fragen zur Entwicklung unter Trainer Klose auf. Die Franken müssen dringend ihre Leistung steigern, um die Saison noch erfolgreich zu gestalten.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der Club aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat oder ob sich das Muster der schwachen Endspurte weiter fortsetzt. Für Klose und sein Team wird es Zeit, Worten Taten folgen zu lassen.



