Forderungen erfüllt: Klose will plötzlich verlängern!
Eine überraschende Wende beim 1. FC Nürnberg: Weltmeister Miroslav Klose (47) steht kurz davor, seinen als Cheftrainer auslaufenden Vertrag bis zum Jahr 2028 zu verlängern. Noch vor wenigen Tagen sah es so aus, als würde der Club-Coach den Verein nach nur eineinhalb Jahren wieder verlassen, doch nun deutet alles auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit hin.
Vom Kritiker zum Verlängerungskandidaten
„Das ist wie bei einem Vulkan, wenn es da mal herausbrodelt, dauert es ein wenig. Aber jetzt ist alles gut“, erklärte Klose am Dienstag nach dem Training in Nürnberg. Der ehemalige WM-Rekordtorschütze betonte: „Mir geht es immer um die Sache und den Verein. Ich bin nicht umsonst hierhergekommen, aber es muss stetig aufwärtsgehen. Das Gefühl hatte ich nicht immer.“
Noch am Samstag nach dem Auswärtsspiel in Paderborn (1:2) hatte es den Anschein, als wolle Klose den FCN verlassen. In einem viel beachteten Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky kritisierte der Trainer vehement die Transferpolitik des Clubs und damit indirekt auch die Arbeit von Sportvorstand Joti Chatzialexiou (49).
Fundament statt ständiger Wechsel
Klose machte damals deutlich: „Man kann sich in Nürnberg nicht ein bisschen was aufbauen. Wenn ich jetzt Fan von der Mannschaft bin und mir ein Trikot kaufe, dann ist der Spieler ein halbes Jahr später nicht mehr da. Wir brauchen ein Fundament und wir müssen versuchen, die Spieler zusammenzuhalten. Nur dann gibt es eine Struktur und eine Klarheit.“
Mit diesen deutlichen Worten setzte der Trainer offenbar einen Veränderungsprozess in Gang. Nicht ohne Grund nannte er am Dienstag konkrete Vorbilder für die künftige Kaderplanung: „Das, was wir hier aufgebaut haben, können wir nicht nach eineinhalb Jahren wieder switchen. Man sieht es an Beispielen wie Darmstadt oder Paderborn. Wenn die über 80 Prozent der Mannschaft über zwei, drei Jahre halten können, dann bist du in der Tabelle halt oben dabei.“
Interner Druck führt zur Einigung
Gleichzeitig räumte Klose ein, dass er seine Forderungen auch öffentlich äußern musste, weil er nach internen Gesprächen nicht das Gefühl gehabt hätte, weiterzukommen. Dass der Weltmeister nach monatelangem Zögern und öffentlicher Kritik so schnell umschwenkte, soll nach Informationen maßgeblich am Eingreifen von Club-Boss Peter Meier (63) gelegen haben.
Der Aufsichtsratsvorsitzende soll am Montag bei einem Treffen mit Klose und Chatzialexiou auf eine schnelle Einigung gedrängt haben – offenbar mit durchschlagendem Erfolg. Bereits am Dienstagabend wurde das Kontrollgremium des Vereins über die geplante Vertragsverlängerung informiert.
Langfristige Perspektive für den FCN
Klose betonte seine langfristigen Ambitionen in Nürnberg: „Wenn man Hochzeit hat, kann man nur auf einer sein und nicht auf mehreren. Ich möchte hier langfristig etwas aufbauen. Das hat lange gedauert, aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen.“
Der Trainer, der im Juni 2024 nach Nürnberg gewechselt war, scheint nun die notwendigen Zusagen für eine kontinuierliche sportliche Entwicklung erhalten zu haben. Die geplante Vertragsverlängerung bis 2028 würde dem Club die dringend benötigte Stabilität und Planungssicherheit geben, die Klose in seinen öffentlichen Äußerungen immer wieder eingefordert hatte.
Die überraschende Wendung zeigt, wie sehr der ehemalige Nationalspieler seine Vorstellungen durchsetzen konnte – zunächst durch öffentlichen Druck, dann durch interne Verhandlungen mit Unterstützung der Vereinsführung. Für die Nürnberger Fans bedeutet dies die Aussicht auf Kontinuität und einen langfristigen Aufbau unter der Führung eines Weltmeisters.



