Vom WM-Pokal zum Profi-Debüt: Die Klose-Dynastie schreibt Fußballgeschichte
Fast zwölf Jahre sind vergangen, seit Miroslav Klose im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro den WM-Pokal in den Himmel stemmte. An seiner Seite standen damals seine neunjährigen Zwillinge Noah und Luan – ein ikonisches Foto, das die Verbindung zwischen familiärem Glück und sportlichem Triumph einfing. Heute, im Februar 2026, hat sich der Kreis auf beeindruckende Weise geschlossen: Noah Klose (21) hat sein Debüt als Fußball-Profi für den TSV 1860 München gefeiert.
Ein stolzer Vater und ein talentierter Sohn
Im Wilhelm-Langrehr-Stadion des TSV Havelse in Niedersachsen wechselte Trainer Markus Kauczinski den jungen Stürmer in der 87. Spielminute beim 5:0-Sieg ein. „Natürlich bin ich sehr stolz auf ihn“, sagt Weltmeister Miroslav Klose (47) über seinen Sohn. „Das hat er sich alles allein erarbeitet. Mal schauen, wohin die Reise geht.“
Noah Klose, der wie sein Vater die Position des Stürmers bekleidet, ist aktuell Torschützenkönig in der Reserve der Münchner Löwen in der Bayernliga. Sein Profi-Debüt beinahe mit einem Tor zu krönen, verpasste er nur knapp: Beim Stand von 5:0 vergab er eine große Chance aus freier Position. Dennoch zeigte er in seiner kurzen Einsatzzeit mit sieben Ballkontakten und vier gewonnenen Zweikämpfen aus fünf Versuchen sein Potenzial.
Parallelen und eigene Wege
Die Fußballkarriere der Klose-Zwillinge begann bereits in jungen Jahren. Als Miroslav Klose bei Bayern München unter Vertrag stand, kickten Noah und Luan beim TSV Grünwald. Später folgten sie ihrem Vater nach Rom, wo sie in der Jugend von Lazio spielten. Während Noah nun bei 1860 München seinen Weg als Profi beschreitet, hat sich sein Zwillingsbruder Luan nach einer Verletzungspause für einen Wechsel zum TSV Grünwald in die bayerische Landesliga Südost entschieden.
Talenteförderung liegt in der Familie
Interessanterweise zeigt sich die Förderung junger Talente auch im aktuellen Wirken von Miroslav Klose als Trainer. Nur einen Tag vor dem Profi-Debüt seines Sohnes wechselte er beim 1. FC Nürnberg den erst 16-jährigen Marko Soldic ein, der damit zum jüngsten Profi in der Vereinsgeschichte avancierte. In seiner Nürnberger Mannschaft stehen regelmäßig mehrere Spieler im Alter seiner eigenen Söhne, darunter Piet Scobel (20), Tim Janisch (20), Ayoub Chaikhoun (20) und Noah Mabolou (21).
Trainer Markus Kauczinski von 1860 München zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit Noah Kloses Leistung: „Noah hat gezeigt, dass er Talent hat und Dinge mitbringt.“ Die Fußballwelt darf gespannt sein, ob der Sohn des Rekordtorschützen der deutschen Nationalmannschaft ähnliche Spuren im Profifußball hinterlassen wird wie sein berühmter Vater.



