Kompany: Erfahrung als Tribünen-Coach aus Anderlecht-Zeit
Kompany: Erfahrung als Tribünen-Coach

Vincent Kompany (40) muss im Halbfinal-Hinspiel der Champions League beim Paris Saint-Germain am Dienstagabend (21 Uhr, Amazon Prime Video) von der Tribüne aus zusehen. Der Bayern-Trainer ist wegen seiner dritten Gelben Karte in der laufenden Saison gesperrt und darf nicht an der Seitenlinie stehen. Doch der Belgier hat bereits Erfahrung als Tribünen-Coach – aus seiner Zeit als Spielertrainer beim RSC Anderlecht.

Kompany überrascht auf Pressekonferenz

Als Kompany am Montagabend auf der Pressekonferenz im Prinzenpark-Stadion auf das Thema Sperre angesprochen wurde, verblüffte er die Journalisten mit seinen Erlebnissen aus der Saison 2019/20. Damals war er beim RSC Anderlecht sowohl Spieler als auch Trainer in Personalunion. „Wenn es einen Trainer gibt, der Erfahrung hat, nicht auf der Bank zu sitzen, dann bin ich das“, sagte Kompany. Er erklärte: „Ich war in meinem ersten Jahr als Trainer Spielertrainer. Die Regel ist, dass du auf dem Platz dabei bist, aber wenn du verletzt bist, darfst du nicht an der Seitenlinie sitzen. Ich war leider oft verletzt. Ich habe viele Spiele an unterschiedlichen Orten in den Stadien verfolgt. Leider habe ich viele Erfahrungen in diesem Bereich.“

Verletzungspech in Anderlecht

Neben Knieproblemen hatte der Coach in Anderlecht immer wieder mit Muskelverletzungen zu kämpfen, die ihn zu Pausen zwangen. Da er nicht im Kader stand, durfte er auch nicht als Spielertrainer an der Seitenlinie helfen. Diese Situation wiederholt sich nun als Meistertrainer in Paris. Kompany ist seit Juli 2024 Trainer des FC Bayern und gewann gerade seine zweite Deutsche Meisterschaft.

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Strenge Regeln für gesperrten Kompany

Kompany wird rund 90 Minuten vor dem Spiel gemeinsam mit dem Team im Bus zum PSG-Stadion fahren. Dort könnte er noch eine letzte Ansprache halten. Doch ab dem Moment, in dem der Bus am Stadion parkt, muss er sich vom Team trennen und darf nicht in die Kabine. Theoretisch darf der Belgier noch Interviews geben, solange er keinen Kontakt zur Mannschaft hat. UEFA-Mitarbeiter werden die Sperre streng überwachen. Kompany wird das Spiel in einer Loge verfolgen, wo ein UEFA-Mitarbeiter in der Nähe sein wird – eine Art Aufpasser. Auch die Kommunikation per Handy ist untersagt, worauf der europäische Fußballverband in vergleichbaren Fällen genau achtet.

Kompany nervt die Sperre

Wie BILD erfuhr, nervt Kompany die Sperre extrem, da er akribisch alle Abläufe plant und ungern in wichtigen Spielen etwas ändert. Er vertraut zwar seinen Co-Trainern um Vertreter Aaron Danks (42) voll, möchte aber trotz der Sperre so gut es geht mithelfen. Die Tribünen-Erfahrung hat er jedenfalls.

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