Kompany wehrt sich: Kein zu hohes Risiko bei Bayern-Verletzten
Kompany wehrt sich gegen Risiko-Vorwürfe bei Bayern

Kompany weist Risiko-Vorwürfe beim FC Bayern entschieden zurück

Beim FC Bayern München sind in jüngster Zeit mehrere Topspieler nach ihrer Rückkehr von Verletzungen erneut ausgefallen. Bei Torhüter Manuel Neuer, Linksverteidiger Alphonso Davies und Offensivtalent Jamal Musiala traten direkt nach dem Comeback Folgeblessuren auf. Diese Vorfälle haben in der Öffentlichkeit die Frage aufgeworfen, ob der Rekordmeister seine Stars möglicherweise zu früh von der Leine gelassen hat. Trainer Vincent Kompany reagierte nun mit einer klaren Ansage auf diese Vorwürfe.

„Der gefährlichste Moment ist immer die Rückkehr“

Der belgische Cheftrainer wies Mutmaßungen über ein zu hohes Risiko beim Einsatz von verletzungsanfälligen Spielern vehement zurück. „Der gefährlichste Moment ist immer, wenn man aus einer Verletzung zurückkommt. Wenn du schon Verletzungen hattest, ist das Risiko grundsätzlich größer“, erklärte Kompany in einer Pressekonferenz. Er betonte jedoch, dass der Verein äußerst vorsichtig agiere und keine unnötigen Gefahren eingehe.

Am Beispiel von Manuel Neuer erläuterte Kompany die Vorgehensweise. Der Torwart hatte sich bei seiner Rückkehr ins Bayern-Tor beim 4:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach einen Muskelfaserriss in der linken Wade zugezogen. „Manuel war davor schon für das Dortmund-Spiel wieder fit. Er wollte schon da wieder spielen. Trotzdem haben wir eine Woche extra genützt, um auf Nummer sicher zu gehen“, so der Trainer. Diese zusätzliche Schonzeit sollte eigentlich das Risiko minimieren.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vorsichtiger Umgang auch bei Harry Kane

Ein ähnlich behutsames Vorgehen praktizierte der FC Bayern bei Stürmer Harry Kane. Der englische Torjäger litt unter einer Wadenprellung und kam nach dieser Verletzung beim 6:1-Erfolg in der Champions League gegen Atalanta Bergamo nicht sofort wieder zum Einsatz. „Harry hat jetzt eine volle Trainingswoche absolviert, das war vor dem Atalanta-Spiel nicht der Fall. Auch bei ihm haben wir bewusst kein Risiko genommen“, erläuterte Kompany die Entscheidung. Für das anstehende Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen am Samstag um 15:30 Uhr, das live bei Sky übertragen wird, kündigte der Trainer an: „Wenn er spielen kann, dann spielt er auch.“

Neben Manuel Neuer werden definitiv auch die in Bergamo verletzten Jamal Musiala, Alphonso Davies und Torwart Jonas Urbig beim Leverkusen-Spiel fehlen. Der 22-jährige Urbig erlitt eine Gehirnerschütterung und wird im Tor von Routinier Sven Ulreich vertreten. Der 37-Jährige gibt nach anderthalb Jahren sein Bundesliga-Comeback. Kompany hofft, dass Urbig in der kommenden Woche wieder trainieren kann. Bei Nationalspieler Musiala, der eine Schmerzreaktion am operierten linken Fuß zeigte, rechnet man ebenfalls mit einer baldigen Rückkehr. Mit Neuer und Davies wird Anfang April nach der Länderspielpause gerechnet.

Kompany erwartet schweres Spiel in Leverkusen

Der Bayern-Trainer zeigte sich trotz der personellen Engpässe zuversichtlich, verwies aber auf die Herausforderung in Leverkusen. „Es hätte auch schlimmer sein können“, relativierte Kompany die Verletzungsserie. Für das Auswärtsspiel beim Tabellensechsten, der dringend Punkte für eine erneute Champions-League-Qualifikation benötigt, erwartet er ein hartes Duell. „Die waren schwer zu knacken. Wenn selbst Arsenal dort Schwierigkeiten hatte, dann weiß Bayern auch, dass da ein bisschen Gift in unserer Leistung sein muss, wenn wir etwas holen wollen“, analysierte Kompany die Situation.

Abschließend betonte der Trainer noch einmal den verantwortungsvollen Umgang mit den Spielern: „Wir handeln stets im Interesse der Gesundheit unserer Profis. Jede Entscheidung wird sorgfältig abgewogen, gemeinsam mit dem medizinischen Team.“ Die Diskussion über das richtige Timing bei der Rückkehr verletzter Stars wird den FC Bayern also auch weiterhin begleiten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration