Trainer Vincent Kompany wird dem FC Bayern im Champions-League-Hinspiel bei Paris Saint-Germain aufgrund einer Gelbsperre nicht von der Seitenlinie aus zur Verfügung stehen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel schilderte der Coach, wie er den Spieltag miterleben wird.
Kompany: „Irgendwo im Stadion“
Auf die Frage von SPORT1, wo er das Spiel verfolgen werde, antwortete Kompany: „Wo ich sitze? Irgendwo im Stadion. Vielleicht nicht so weit weg von Ihnen. Aber ich kenne mich in diesem Stadion noch nicht so gut aus, dass ich weiß, wo die B-Lösung für einen Trainer ist, der nicht dabei sein kann.“ Er fügte hinzu: „Die Abläufe sind klar. Ich weiß, bis wann ich etwas machen kann und darf – und wie ich die Mannschaft unterstützen kann.“
Ärger über die Sperre
Kompany hatte im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid (4:3) seine dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb gesehen und darf daher nicht mitwirken. „Gesperrt ist gesperrt. Das heißt, du bist für einen Teil dieses Spiels nicht dabei. Sie wissen, dass ich nicht zufrieden bin, wie ich gesperrt wurde. Ich finde das nicht fair, aber okay“, ärgerte sich der Belgier. Der Coach hatte sich lautstark über ein Einsteigen von Antonio Rüdiger gegen Josip Stanisic beschwert, woraufhin Schiedsrichter Slavko Vincic ihm ohne Zögern die folgenreiche Gelbe Karte zeigte. Besonders bitter: Nach dem Viertelfinale wären alle Gelben Karten gelöscht worden, sodass Kompany keine Sperre mehr gedroht hätte. „Im Moment geht es einfach darum, dass wir das als Mannschaft lösen – und das können wir“, stellte Kompany klar.
Co-Trainer Danks übernimmt
Am Dienstagabend wird Kompany an der Seitenlinie von Co-Trainer Aaron Danks vertreten. „Danksy hat schon Erfahrung. Er stand schon in England einige Zeit an der Seitenlinie in der Premier League (unter anderem als Interimstrainer von Aston Villa)“, gab sich Kompany zuversichtlich. Am besten sei es natürlich, wenn „alle immer zur Verfügung stehen, ich auch. Aber sonst habe ich hundert Prozent Vertrauen in unseren Staff, alle anderen auch“.
Mourinho-Vergleich und Wäschebox-Witz
Ein Reporter erinnerte Kompany an Trainer-Legende José Mourinho, der sich in der Saison 2004/05 als Trainer des FC Chelsea für das Duell gegen den FC Bayern in eine Wäschebox schmuggelte, um Kontakt zu seinem Team zu halten. „Ich bin 1,92 Meter groß, ich passe in keine Wäschebox – leider!“, witzelte Kompany. „Es gibt einen Trainer, der Erfahrung hat, nicht auf der Bank zu sitzen. Das bin ich“, sagte der 40-Jährige und verwies auf seine Zeit als Spielertrainer beim RSC Anderlecht: „Die Regel ist, dass du auf dem Platz dabei bist. Aber wenn du verletzt bist, darfst du nicht an der Seitenlinie sitzen. Ich war oft verletzt und habe viele Spiele an unterschiedlichen Orten und verschiedenen Kulissen mitgemacht. Leider habe ich viel Erfahrung in dem Bereich.“



