Der ehemalige Nationalspieler Toni Kroos hat Paris Saint-Germain für den erneuten Einzug ins Finale der Champions League gelobt. Besonders beeindruckend findet der 36-Jährige die Disziplin und den Teamgeist bei den Franzosen. In seinem Podcast „Einfach mal Luppen“ analysierte der sechsmalige Champions-League-Sieger das Halbfinal-Rückspiel zwischen PSG und dem FC Bayern und fand dabei vor allem für Ousmane Dembélé warme Worte.
Kroos: „Seltenes Bild“ bei Dembélé
„Als Luis Enrique seinen besten Spieler in der 65. Minute vom Feld nahm, hat sich niemand beschwert“, staunte Kroos. Dembélé habe sofort die Hand des Trainers geschüttelt, sich auf die Bank gesetzt und die Kollegen lautstark angefeuert. Für Kroos ein seltenes Bild: „90 Prozent der Spieler, die sich für Stars halten, würden das nicht tun.“
Dembélé als Vorbild für die Mannschaft
Von außen habe der Franzose permanent „geschrien, damit die anderen weiterkämpfen“, schilderte Kroos. Viele Profis würden in ähnlicher Situation mit abfälligen Gesten reagieren und danach beleidigt schmollen, meinte der frühere Mittelfeldstratege. Sein Fazit: Dembélé verkörpere die neue PSG-Mentalität unter Luis Enrique wie kein Zweiter.
Dank des Erfolgs gegen die Bayern stehen die Pariser zum zweiten Mal in Folge im Endspiel und können ihren Triumph aus dem Vorjahr verteidigen. Im Finale treffen die Franzosen auf den FC Arsenal, der sich im zweiten Halbfinale gegen Atlético Madrid durchgesetzt hat.
Für Kroos ist die Einstellung Dembélés jedoch schon jetzt ein Lehrstück: „Respekt vor dem Trainer und bedingungsloser Einsatz für die Mannschaft – genau das gewinnt Titel.“



