Leipzig-Trainer Werner wütet nach Pokal-Aus: „Dann brauche ich den ganzen Zirkus nicht!“
Leipzig-Trainer wütet nach Pokal-Aus gegen Schiedsrichter

Leipzig-Trainer Werner wütet nach Pokal-Aus: „Dann brauche ich den ganzen Zirkus nicht!“

Beim Pokalviertelfinale zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig (2:0) sorgte eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung für heftige Emotionen. In der 28. Minute ging RB-Star Antonio Nusa nach einem Duell mit Bayern-Verteidiger Josip Stanisic an der Strafraumkante zu Boden. Der Kontakt war eindeutig, doch Schiedsrichter Daniel Siebert ließ weiterspielen – ohne Foul, ohne Karte, ohne Elfmeter.

Video-Assistent bestätigt umstrittene Entscheidung

Der Video-Assistent überprüfte die Szene und gab Siebert aufs Ohr, dass er keine Korrektur vornehmen und damit keinen Elfmeter geben sollte. Diese Entscheidung ließ Leipzig-Trainer Ole Werner nicht kalt. An der Seitenlinie schimpfte er lautstark und sah dafür die gelbe Karte. Nach dem Abpfiff wurde er deutlich: „Es ist für mich absoluter Wahnsinn, dass man dann nicht mal ein Foul erkennt – zu Viert. Für mich ist es dann auch so, dass das ein Elfmeter ist, dass der Kontakt auf der Linie des Strafraums ist, der dann dazu führt, dass Tony fällt.“

Werner fügte hinzu: „Also, das Foul hat jeder im Stadion gesehen, außer vier Leuten. Und ich glaube sogar, dass von den vier Leuten auch zumindest einer, der neben mir stand, das ganz genau gesehen hat. Wenn ich Funkverbindung und die technischen Möglichkeiten habe, dann muss ich sie auch nutzen. Und, wenn ich das nicht mache, dann brauche ich den ganzen Zirkus nicht.“

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Experten bestätigen Werners Kritik

Der Leipzig-Trainer war mit seiner Wut nicht allein. Auch BILD-Schiri-Experte Manuel Gräfe meldete sich während des Spiels bei X (vormals Twitter) zu Wort: „Klarer Elfer für RB Leipzig! Linker Fuß steht schon an der Linie & der Kontakt ist definitiv auf fast Kniehöhe und damit mindestens 20-30 cm weiter & über der Strafraumlinie, die zum Strafraum gehört.“

Raum kritisiert Unsicherheit der Schiedsrichter

Leipzig-Kapitän David Raum hatte ebenfalls mit einigen Entscheidungen des Unparteiischen zu kämpfen, zeigte aber auch Verständnis: „Ich probiere, nicht mehr so sauer auf die Jungs zu sein, weil sie mir eigentlich mittlerweile auch nur noch leidtun. Ich habe das Gefühl, seit der Videobeweis da ist, sind sie auch irgendwie unsicher und haben noch mehr Angst, Fehler zu machen.“

Er betonte: „Deswegen, ich würde mir manchmal wieder ein bisschen mehr Mut wünschen von den Schiedsrichtern. Ich glaube, Schiedsrichter sein ist in der momentanen Phase wirklich nicht der coolste Job.“

Das Pokalviertelfinale endete mit einer 2:0-Niederlage für RB Leipzig, doch die Diskussionen um die Schiedsrichter-Entscheidung werden noch lange nachhallen. Ole Werners deutliche Worte zeigen die Frustration über eine vermeintlich verpasste Chance, die Partie zu drehen.

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