Die letzte Chance: Kimmichs Generation unter Druck bei der WM 2026
Letzte Chance für Kimmichs Generation bei der WM

Die letzte Chance für die Generation Kimmich bei der Weltmeisterschaft

Die Generation der Jahre 1995 und 1996 galt einst als große Hoffnung für den deutschen Fußball. Spieler wie Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leon Goretzka und Leroy Sané wurden mit hohen Erwartungen beladen. Doch bislang sind sie ihren Versprechungen nicht gerecht geworden. Bei der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko steht diese talentierte Gruppe nun unter immensem Druck, endlich den lang ersehnten großen Titel zu gewinnen.

Ein Vermächtnis, das noch geschrieben werden muss

Bisher kann die Generation lediglich den Gewinn des Confed Cups im Jahr 2017 vorweisen. Bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften schied die deutsche Nationalmannschaft bereits in der Vorrunde aus. Diese enttäuschenden Ergebnisse lasten schwer auf den Schultern der Spieler. Joshua Kimmich, der mittlerweile die Kapitänsbinde trägt, gab nach der WM in Katar 2022 zu: „Ich habe ein bisschen Angst davor, in ein Loch zu fallen. Für mich ist heute der schwierigste Tag meiner Karriere.“

Inzwischen zeigt sich der 31-jährige Mittelfeldstratege gelassener, doch der Ehrgeiz ist ungebrochen. „Natürlich wächst man über die Jahre in eine andere Rolle. Als Kapitän habe ich eine andere Rolle als vor vier oder acht Jahren. Die Bilanz ist nicht gut, aber sie ändert nichts an der Herangehensweise“, erklärte Kimmich kürzlich. Für ihn und seine Altersgenossen geht es bei der WM 2026 um mehr als nur um einen Turniersieg – es geht um das Vermächtnis einer ganzen Spielergeneration.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Zeit wird knapp für den großen Wurf

Mats Hummels, Weltmeister von 2014, kennt den Druck, unter dem die aktuelle Generation steht. „Ich glaube, den Druck machen sie sich selbst und sie wollen unbedingt selbst etwas holen. Die EM 2024 war alles in allem in Ordnung, aber auch kein Riesenerfolg. Die drei Turniere davor waren schon Enttäuschungen“, sagte der erfahrene Abwehrspieler. Hummels betonte zwar die vorhandene Qualität der Spieler, machte aber auch deutlich: „Viele Weltmeisterschaften hat diese Generation nicht mehr.“

Bei der nächsten Mega-WM im Jahr 2030 wäre Kimmich bereits 35 Jahre alt. Zwar traut man ihm auch in höherem Fußballalter noch Top-Leistungen zu, doch für viele seiner Mitspieler stellt die WM 2026 vermutlich die letzte realistische Chance dar, den Weltmeistertitel zu erringen.

Umgang mit dem Erwartungsdruck

Thomas Müller, mit 36 Jahren einer der erfahrensten Spieler im DFB-Umfeld, zeigt sich optimistisch, was den Umgang mit dem Druck betrifft. „Der Druck, Leistung und vor allem Ergebnisse liefern zu müssen, zu wollen, zu können – den sind die Spieler gewöhnt. Den müssen sie aushalten und das tun sie auch. Manche lieben den Druck sogar“, erklärte der Stürmer.

Müller fügte hinzu: „Es ist manchmal das Schönste, aber manchmal auch das Schwierigste, für Deutschland zu spielen.“ Wie die aktuelle Generation mit diesen Erwartungen umgeht und ob sie ihnen gerecht werden kann, wird sich erst im Juli zeigen, wenn das Turnier in Nordamerika beginnt.

Die WM 2026 wird somit zur Bewährungsprobe für eine Generation, die lange als Zukunft des deutschen Fußballs galt. Nach enttäuschenden Turnieren in der Vergangenheit steht nun alles auf dem Spiel. Für Joshua Kimmich und seine Mitspieler geht es nicht nur um Punkte und Siege, sondern um die Chance, ihre Namen endgültig in die Geschichtsbücher des deutschen Fußballs einzutragen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration