Wer noch einmal Levin Öztunali (30) im Rauten-Trikot spielen sehen möchte, sollte sich den 16. Mai im Kalender anstreichen. Dann trifft die U21 des Bundesligisten in der Regionalliga Nord auf Blau-Weiß Lohne. Im Stadion Hoheluft endet dann eine große und legendäre Ära. Der letzte Seeler verabschiedet sich vom HSV.
Beim HSV endet das letzte Seeler-Kapitel
Öztunali kehrte im Sommer 2023 von Union Berlin zurück nach Hamburg und wurde bis 2026 vom Verein seines berühmten Großvaters, HSV-Idol Uwe Seeler (†85), unter Vertrag genommen. Mit einem üppigen Monatssalär von 40.000 Euro ausgestattet, erhöhte sich dieses Gehalt beim Bundesliga-Aufstieg 2025 wie vereinbart auf 48.000 Euro. Nur: Da gehörte der Offensivmann schon lange nicht mehr zum Profikader des HSV. Nach dem Rauswurf des damaligen Cheftrainers Steffen Baumgart (54) Ende November 2024 entschied der Verein, Öztunali und Moritz Heyer (31) nur noch bei der U21 trainieren zu lassen. Begründung: eine notwendige Verkleinerung der Trainingsgruppe bei den Profis.
Die letzten Spiele für die U21
Seitdem hält sich der Seeler-Enkel, der von der HSV-U19 erst 2013 zu Leverkusen und dann zu Werder, Mainz und Union Berlin wechselte, bei der U21 des HSV nicht nur fit, sondern absolvierte in der laufenden Saison 16 Spiele. Er stand viermal in der Startelf, wie zuletzt am vergangenen Sonntag. Da unterlag die Regionalliga-Truppe Phönix Lübeck mit 0:1. Doch wie geht es mit Öztunali in Zukunft weiter? In jedem Fall wird er nie wieder für den Herzensverein seines Opas spielen. Aber es soll auch nicht das Ende als Fußballer sein.
Zukunft ungewiss
Öztunali will unbedingt weiterkicken. Wohl am liebsten in der 2. oder 3. Liga in Deutschland oder im Ausland. Ob er aber einen Interessenten findet, bleibt abzuwarten. Viel Werbung in eigener Sache konnte er in der jüngsten Vergangenheit auf dem Rasen nicht machen. Für die HSV-Profis stehen am Ende nur 24 Pflichtspiel-Einsätze mit einer Tor-Vorlage zu Buche.



