Härtetest entscheidet über Tillmans Einsatz bei Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen steht vor dem entscheidenden Champions-League-Rückspiel gegen Olympiakos Piräus mit einem komfortablen 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel. Doch die Vorbereitung wird von Verletzungssorgen überschattet, die den dänischen Trainer Kasper Hjulmand beschäftigen.
Verletzungspech trifft Leverkusen vor wichtiger Partie
Der Offensivspieler Malik Tillman fehlte im Montagstraining im Ulrich-Haberland-Stadion und wird sich am Dienstagvormittag einem finalen Härtetest unterziehen. Der 23-jährige US-Nationalspieler hatte sich im Bundesligaspiel bei Union Berlin einen Tritt von Verteidiger Stanley Nsoki auf den rechten Knöchel eingefangen. „Es sieht nicht gut aus“, kommentierte Hjulmand die Situation nüchtern, schloss jedoch eine schwerwiegendere Verletzung aus.
Noch schlimmer trifft es Verteidiger Loïc Badé, der sich eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zuzog und wochenlang ausfallen wird. Hjulmand kritisierte zudem die Schiedsrichterentscheidung bei Tillmans Foul: „Das war Rot“, betonte der Trainer deutlich.
Hjulmand warnt vor Leichtsinn trotz Vorsprung
Obwohl Leverkusen mit einem 2:0-Ergebnis ins Rückspiel geht, mahnt Trainer Kasper Hjulmand zur Vorsicht. „Es ist ein gutes Resultat, aber auch gefährlich. Wir nehmen die Aufgabe sehr ernst. Wir dürfen nicht denken, dass es im Rückspiel leicht wird“, erklärte der 53-Jährige. Er fordert von seiner Mannschaft eine proaktive Spielweise: „Wir müssen mit einer proaktiven Haltung ins Spiel gehen, wir können nicht passiv sein.“
Torwart Janis Blaswich sieht in der bereits bestehenden Bekanntschaft mit dem griechischen Gegner einen Vorteil: „Es ist ein Vorteil, dass wir die Mannschaft schon kennen. Wir wissen, was auf uns zukommt.“ Gleichzeitig zeigt sich der 34-Jährige realistisch: „Sollte es in der 80. Minute vielleicht noch 0:0 stehen, werden wir natürlich nicht alles nach vorn werfen.“
Drittes Aufeinandertreffen innerhalb kurzer Zeit
Das Duell am Dienstagabend (21 Uhr/Prime Video) markiert bereits das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams innerhalb von nur fünf Wochen. Nach einer 0:2-Niederlage in der Ligaphase und dem 2:0-Erfolg im Play-off-Hinspiel kennt man sich mittlerweile bestens aus.
Die mögliche Aufstellung von Bayer Leverkusen zeigt folgendes Bild: Blaswich im Tor, Quansah, Andrich und Tapsoba in der Abwehr, Palacios und Aleix Garcia im Mittelfeld, sowie Vázquez, Maza, Grimaldo, Poku und Schick im Angriff. Das Spiel wird vom englischen Schiedsrichter Oliver geleitet.
Die Verletzungssorgen und die Warnungen des Trainers zeigen, dass sich Leverkusen trotz des komfortablen Vorsprungs keinesfalls in Sicherheit wiegen darf. Die abschließende Trainingseinheit und Tillmans Härtetest werden entscheidend für die taktische Ausrichtung der Werkself sein.



