Luke Littler dominiert die Premier League Darts in Berlin
Vor einer euphorischen Kulisse von 12.000 begeisterten Zuschauern in der deutschen Hauptstadt hat Luke Littler seinen zweiten Tagessieg in Folge in der Premier League Darts eingefahren. Der englische Ausnahmespieler sicherte sich damit bereits seinen dritten Abenderfolg in der laufenden Saison und demonstrierte erneut seine überragende Klasse auf der großen Bühne.
Spektakuläres Finale gegen Michael van Gerwen
Im hochklassigen Endspiel setzte sich Littler mit 6:4 Legs gegen den niederländischen Topspieler Michael van Gerwen durch. Das Match entwickelte sich zu einem wahren Nervenkitzel, als Littler eine frühe 3:0-Führung noch aus der Hand gab. Nach dem 3:3-Ausgleich fand der Engländer jedoch zurück zu seiner gewohnten Dominanz und zog erneut davon.
Die entscheidenden Momente kamen in den Schlusslegs: Zum 5:3 präsentierte Littler einen perfekten „Big Fish“ – das höchstmögliche Finish von 170 Punkten. Als van Gerwen beim Stand von 5:4 einen entscheidenden Dart auf das Doppelfeld verfehlte, hatte Littler erneut exakt 170 Punkte Rest. Was dann folgte, wird in die Darts-Geschichte eingehen.
Historischer doppelter Big-Fish-Check
Mit eiserner Nervenstärke trat Littler erneut an die Oche und checkte zum zweiten Mal in derselben Partie den Big Fish – diesmal zum direkten Matchgewinn. Diese außergewöhnliche Leistung markierte den spektakulären Höhepunkt eines großartigen Darts-Abends in Berlin.
„Ein Wahnsinns-Ding, ein Wahnsinns-Ding“, kommentierte SPORT1-Experte Basti Schwele fassungslos. Auch Max Hopp zeigte sich beeindruckt: „Ein großer Stich in das Herz von Michael van Gerwen.“ Littler selbst beschrieb den Moment im SPORT1-Interview: „Es war ein besonderer Moment auf der Bühne. Es hat sich sehr gut angefühlt.“
Tabellenführung als verdiente Belohnung
Als zusätzliche Belohnung für seine Glanzleistung übernahm Littler mit diesem Sieg auch die Tabellenführung in der Premier League. Sein Weg zum Finale führte über souveräne Siege gegen Stephen Bunting (105,72 Drei-Dart-Average) und Gerwyn Price (108,58 Drei-Dart-Average), bevor er im Endspiel seine beste Form abrief.
Interessanterweise wurde Littler zu Beginn seines ersten Spiels in Berlin noch mit vereinzelten Pfiffen empfangen. SPORT1-Experte Max Hopp relativierte: „Die Pfiffe gab es nur zu Beginn und nicht während des Spiels. Probs an die deutschen Fans.“ Diese kleinen Unmutsbekundungen schienen den Engländer jedoch nur zusätzlich zu motivieren.
Weitere Highlights des Berliner Abends
Im anderen Halbfinale hatte sich Michael van Gerwen gegen Luke Humphries und Josh Rock durchgesetzt. Für Rock bedeutete der Abend in Berlin zumindest einen kleinen Erfolg: Der Nordire feierte seinen ersten Sieg in der diesjährigen Premier League, als er emotional Jonny Clayton besiegte.
Die Ergebnisse der siebten Premier-League-Woche im Überblick:
- Viertelfinale: Jonny Clayton – Josh Rock 3:6
- Luke Humphries – Michael van Gerwen 3:6
- Luke Littler – Stephen Bunting 6:3
- Gerwyn Price – Gian van Veen 6:1
- Halbfinale: Josh Rock – Michael van Gerwen 3:6
- Luke Littler – Gerwyn Price 6:4
- Finale: Michael van Gerwen – Luke Littler 4:6
Die deutsche Darts-Party in Berlin hat einmal mehr gezeigt, warum dieser Sport Millionen von Fans weltweit begeistert. Mit Littlers historischem doppeltem Big-Fish-Finish schrieb der Abend sich in die Annalen der Premier League ein und unterstrich den aufsteigenden Stern des englischen Dominators.



