Lok Leipzig vor entscheidenden Wochen: Maderer mahnt zur Vorsicht
Die Vorzeichen für Lok Leipzig könnten besser nicht sein: Der Trainer hat verlängert, die Lizenzunterlagen sind fristgerecht eingereicht. Jetzt kann sich der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost voll und ganz auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren. Am 8. März steht das große Verfolger-Duell gegen Carl Zeiss Jena an – ein Spiel, das richtungsweisend für die Meisterschaft sein könnte.
Zwei gefährliche Auswärtsspiele als Prüfstein
Doch bevor es zum großen Aufeinandertreffen mit Jena kommt, warten noch zwei echte Stolpersteine auf die Leipziger. Am Samstag gastiert Lok beim FSV Luckenwalde, am Mittwoch folgt das Nachholspiel beim FSV Meuselwitz. Beide Partien werden live im MDR übertragen.
„Das sind zwei unangenehme Gegner“, weiß Stürmer Stefan Maderer aus Erfahrung. „In Luckenwalde haben wir letztes Jahr nur 2:2 gespielt. Und in Meuselwitz lagen wir sogar zurück und mussten das Spiel erst in der zweiten Halbzeit drehen.“ Der 29-jährige Torjäger, der mit seinem Jubel nach dem 3:0 gegen den FC Eilenburg an einen Gladiator erinnerte, warnt eindringlich: „Wir müssen höllisch aufpassen und die Basics an den Tag legen: Zweikampfhärte und Laufbereitschaft.“
Vorsicht ist geboten
Die Herausforderungen sind real: Für Luckenwalde ist es das erste Spiel nach der Winterpause, was den Gastgebern zusätzliche Motivation verleihen könnte. Meuselwitz wiederum kommt frisch von einem beeindruckenden 4:0-Heimsieg gegen den FSV Zwickau. Maderer fasst zusammen: „Es ist auf jeden Fall Vorsicht geboten.“
Klare Erwartungen an das Team
Gleichzeitig macht der Stürmer deutlich, welche Ansprüche an einen Meisterschaftsanwärter gestellt werden: „Wer am Ende ganz oben in der Tabelle stehen und den Aufstieg in die 3. Liga schaffen will, muss solche Gegner schlagen. Zwei Siege sind eigentlich fest eingeplant.“
Maderer betont den gemeinsamen Willen im Team: „Wir haben alle ein Ziel: am Ende wie im letzten Jahr wieder ganz oben zu stehen. Da musst du solche Spiele auch gewinnen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass uns das gelingt, wenn wir die notwendige Galligkeit, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft zeigen. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, ist es schwer, gegen uns zu gewinnen.“
Persönliche Ziele im Dienst der Mannschaft
Mit bereits zehn Toren in dieser Saison will Maderer weiterhin einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg leisten. „Das ist mein persönliches Ziel: der Mannschaft mit Toren helfen zu können“, erklärt er. „An den Rest denke ich jetzt gar nicht so viel.“
Damit spielt er indirekt auf seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Lok Leipzig an. „Ich will mich jetzt allein auf die bevorstehenden Aufgaben fokussieren und versuchen, die bestmöglichen Leistungen zu bringen, damit wir unsere Ziele erreichen“, so der Stürmer. „Alles andere lasse ich auf mich zukommen. Klar ist, dass ich mich in Leipzig sehr wohlfühle. Und auch die Fans habe ich sehr ins Herz geschlossen.“
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Lok Leipzig die Warnungen ihres Torjägers ernst genommen hat und die gefährlichen Auswärtsspiele erfolgreich meistern kann, bevor es zum großen Duell gegen Carl Zeiss Jena kommt.



