Lok Leipzig: Seitz wettert gegen NOFV nach Roter Karte
Lok Leipzig: Seitz wettert gegen NOFV nach Roter Karte

Jochen Seitz hatte recht behalten. Der Trainer von Lok Leipzig warnte davor, zu früh vom Meistertitel zu träumen. Das 1:3 daheim gegen den BFC Preussen gab ihm recht. Wobei wohl niemand mit dieser Szene nach nur 65 Sekunden gerechnet hatte.

Lok-Verteidiger Lukas Wilton ging gegen den Berliner Philipp Kühn in einen Zweikampf im Mittelfeld. Er traf den Ball, touchierte dann noch seinen Gegenspieler, der zu Boden ging. Schiedsrichter Johannes Drößler (29, Gotha) zeigte nach kurzer Abstimmung mit seinem Linienrichter glatt Rot. Ein enormer Verlust nicht nur in diesem Spiel, sondern auch im Saisonfinale von noch zwei oder, im Fall der Relegation, vier Spielen. Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth sprach im MDR sogar von einer Fehlentscheidung und einem Skandal und kündigte an, in Einspruch zu gehen. Trainer Jochen Seitz teilte später auf der Pressekonferenz gar noch gegen den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) aus.

Seitz: „Wenn der NOFV keine Lust auf Lok Leipzig hat...“

„Ich denke, jeder hat es heute gesehen, dass der Schiedsrichter das Spiel so beeinflusst hat, dass es extrem schwierig war“, begann Seitz seine Ausführungen. „Und da möchte ich ehrlich auch dazu sagen, es ist ja nicht nur heute. Gegen Hertha Zehlendorf erzielen wir ein klares, reguläres 1:0, was nicht gewertet wurde. Gegen Halle wurde ein klarer Handelfmeter in der 90. Minute nicht gepfiffen. Heute eine Rote Karte in der 2. Minute gezeigt, die keine Rote Karte war. Das ist einfach ganz, ganz schlecht.“ Mit einem heftigen Vorwurf legt er nach: „Da muss man auch ganz ehrlich sagen, wenn der NOFV keine Lust hat auf Lok Leipzig in der Relegation, dann bitte Bescheid sagen, dann muss sich die Mannschaft nicht tagtäglich den Allerwertesten aufreißen, dann können wir das Ganze lassen.“

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Was Seitz positiv bewertet: „Die Mannschaft fand ich heute hervorragend. Was sie zu zehnt bis zur 90. Minute abgerissen hat, wie sie bis zum Schluss Gas gegeben hat, da sieht man, dass die Mannschaft unbedingt will und fitnesstechnisch auf einem guten Niveau ist. Das werden wir die letzten zwei Spiele auch noch einmal abrufen können. Und das Publikum hat uns echt nach vorn gepeitscht. Das war herausragend.“ Sein Versprechen: „Wir werden alles in die Waagschale werfen, um unser Ziel zu erreichen.“

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