Der SC Freiburg hat zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Europapokal-Finale erreicht. Trainer Julian Schuster war nach dem 3:1 (2:0)-Erfolg im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga völlig überwältigt. „Ich spüre eine unglaublich große Freude, wenn ich in die Gesichter der Menschen schaue“, sagte der 41-Jährige bei RTL. „Das ist das, was überwiegt, und was für alle Ewigkeiten bleiben wird.“
Historischer Erfolg für den Sport-Club
Durch den Sieg im Europa-League-Halbfinale zog Freiburg erstmals in ein europäisches Endspiel ein. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel in Portugal drehte die Mannschaft vor heimischer Kulisse das Ergebnis. „Das allerwichtigste ist in solchen Momenten, genau zu wissen, wer man ist“, so Schuster gerührt. „Das zeichnet die Menschen hier in der Region aus, dass sie wissen, was notwendig ist, um solche besonderen Momente zu erleben.“
Tränen und Vorfreude auf Istanbul
Schuster, der vor knapp zwei Jahren die Nachfolge von Christian Streich antrat, standen schon kurz nach dem Schlusspfiff Tränen in den Augen. Am 20. Mai wartet auf den Coach und sein Team das bislang größte Spiel der Klubhistorie: In Istanbul geht es gegen Premier-League-Vertreter Aston Villa um den Titelgewinn. Stürmer Igor Matanovic stellte klar: „Villa hat unfassbare Qualität, aber wir gehen mit vollem Selbstbewusstsein ins Spiel.“
Champions-League-Chance und Bundesliga-Ziele
Gewinnt Freiburg den Europa-League-Pokal, winkt ein Startplatz in der Champions League. Zuvor kämpft der Sport-Club in der Bundesliga jedoch um Platz sieben, der die Teilnahme am Europacup in der kommenden Spielzeit garantieren würde. Am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gastiert das Team beim Hamburger SV. Am späten Donnerstagabend hieß es bei Matanovic aber zunächst: „Feiern und genießen – das dürfen wir auch.“



