Spitzenspiel mit großer Vorgeschichte: Lok Leipzig empfängt Carl Zeiss Jena
Am Sonntag um 14 Uhr blickt die gesamte Regionalliga Nordost gespannt auf Leipzig. Im Topspiel der Saison empfängt Tabellenführer Lok Leipzig den direkten Verfolger Carl Zeiss Jena. Rund 10.000 Fans werden im Probstheidaer Stadion erwartet, um ein Duell mit besonderer Vorgeschichte zu verfolgen.
Die Ausgangslage vor dem Kracher
Lok Leipzig führt die Tabelle mit zehn Punkten Vorsprung auf die Thüringer an, hat allerdings ein Spiel mehr absolviert. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten wäre ein deutliches Statement im Titelrennen. Trainer Jochen Seitz zeigt sich zuversichtlich: „Ich bin zuversichtlich, dass wir einen heißen Fight abliefern und die Jungs nach vorn gepeitscht werden.“ Gleichzeitig bleibt er realistisch: „Mit einem glücklichen 1:0 wäre ich auch zufrieden.“
Seitz betont jedoch, dass dieses Spiel nicht über die gesamte Saison entscheiden wird: „Es ist aber kein Spiel, was irgendwelche Entscheidungen bringt. Auch danach sind noch 30 Punkte zu vergeben. Wir dürfen uns deshalb nicht ausruhen, egal, wie dieses Spiel ausgeht. Aber klar, ein Sieg wäre schon mal eine gute Voraussetzung für den Rest der Saison.“
Revanche für umstrittene Hinspielniederlage
Die Vorgeschichte dieses Duells sorgt für zusätzliche Brisanz. Das Hinspiel in Jena endete mit einer 0:1-Niederlage für Leipzig – erzielt durch ein höchst umstrittenes Tor. Manasse Eshele lenkte den Ball damals mit dem Arm ins Tor, der Treffer wurde dennoch gegeben. Diese Entscheidung sorgte für anhaltenden Unmut in Leipzig.
Mittelfeldspieler Dorian Cevis, dessen Vertrag sich kürzlich um ein Jahr verlängert hat, macht deutlich: „Wir werden unsere Stärken reinhauen. Etwas Glück gehört immer dazu. Und wir werden alles dafür tun, dass das Glück am Ende des Tages auf unserer Seite steht.“ Cevis hat klare Ziele: „Mein Ziel ist es, mit dem Verein den nächsten Sprung zu machen.“ Gemeint ist natürlich der Aufstieg in die 3. Liga, wofür ein Sieg gegen Jena die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöhen würde.
Was steht auf dem Spiel?
Für Carl Zeiss Jena könnte dies die vielleicht letzte Chance sein, den Tabellenführer noch unter Druck zu setzen. Ein Sieg der Thüringer würde den Rückstand auf sieben Punkte verringern und das Titelrennen wieder spannend machen. Für Lok Leipzig hingegen wäre ein Sieg ein großer Schritt Richtung Meisterschaft und möglichem Aufstieg.
Die Erwartungen sind hoch, die Stimmung wird elektrisierend sein. 10.000 Fans werden ihre Mannschaften anfeuern in einem Spiel, das über mehr als nur drei Punkte entscheiden könnte. Es geht um moralische Genugtuung nach der umstrittenen Hinspielentscheidung, um psychologische Vorteile im Titelrennen und nicht zuletzt um den Traum vom Aufstieg.



