Felix Magath fordert Neuer-Comeback: Spannungen mit Nagelsmann angedeutet
Magath: Neuer sollte zurück in die Nationalmannschaft

Felix Magath positioniert sich klar in der Neuer-Debatte

Die Diskussion um eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer in die deutsche Fußballnationalmannschaft zur anstehenden Weltmeisterschaft gewinnt weiter an Fahrt. Nun hat sich mit Trainerlegende Felix Magath eine weitere prominente Stimme aus dem Fußball zu Wort gemeldet und sich eindeutig für den erfahrenen Torwart ausgesprochen.

Magath sieht Neuer weiterhin als besten deutschen Torhüter

In einem ausführlichen Interview mit dem Portal Wettbasis äußerte sich der 72-jährige Magath überzeugt von den sportlichen Qualitäten Neuers. „Ich bin überzeugt, er hätte der bundesdeutschen Auswahl sehr gut getan und er wäre sicher auch heute noch der beste Torhüter“, erklärte der frühere Bundesliga-Coach. Magath betonte, dass die Aussichten der deutschen Nationalmannschaft mit Neuer im Tor deutlich besser stünden als ohne ihn.

Der ehemalige Trainer des FC Schalke 04, unter dessen Führung Neuer zwischen 2009 und 2011 spielte, verwies dabei auf die außergewöhnliche Professionalität des Torwarts. „Manuel Neuer war der einzige Torhüter, den ich hatte, der bei Ausdauereinheiten vorneweg gelaufen ist – nicht hinterher“, erinnerte sich Magath an eine prägende Beobachtung aus der gemeinsamen Zeit.

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Mögliche Spannungen mit Bundestrainer Nagelsmann angedeutet

Interessant ist jedoch, dass Magath in seinen Ausführungen auch auf mögliche persönliche Differenzen zwischen Neuer und dem aktuellen Bundestrainer Julian Nagelsmann hinwies. „Wir denken, dass es kein ungetrübtes Verhältnis ist zwischen dem Bundestrainer und Manuel Neuer“, ließ der erfahrene Coach durchblicken.

Ob diese vermuteten Spannungen tatsächlich eine Rolle bei der Torwart-Entscheidung spielen könnten, ließ Magath zwar offen. Seine Äußerungen werfen jedoch Fragen über die Hintergründe der aktuellen Personaldebatte auf. Bemerkenswert ist, dass Neuer entsprechende Gerüchte über persönliche Diskrepanzen erst am vergangenen Wochenende öffentlich dementiert hatte.

Magath lobt Neuers Eigenmotivation und Professionalität

Ausführlich ging Magath auf die besonderen Eigenschaften des Weltmeisters von 2014 ein. „Ein Spieler wie Manuel Neuer macht im Grunde aus sich heraus seinen Job“, erklärte der Trainerlegende. Laut Magath benötige Neuer kaum Anleitung von außen, da er selbst das starke Bedürfnis habe, kontinuierlich besser werden zu wollen.

„Insofern war ein Manuel Neuer sehr pflegeleicht, weil er sich eben nie außerhalb der Mannschaft gestellt hat“, betonte Magath und unterstrich damit die Teamfähigkeit des Torwarts. Diese Eigenschaften unterscheiden Neuer laut Magath von vielen anderen Torhütern und machen ihn zu einer besonderen Persönlichkeit im deutschen Fußball.

Wachsende Unterstützung für Neuers Rückkehr

Mit seiner klaren Positionierung reiht sich Felix Magath in eine wachsende Liste von Fußballexperten ein, die sich für ein Comeback Neuers in der Nationalmannschaft aussprechen. Bereits zuvor hatten sich unter anderem Lothar Matthäus, Benedikt Höwedes, Jan Age Fjörtoft und zuletzt auch Torwartlegende Sepp Maier für eine Rückkehr des erfahrenen Keepers ausgesprochen.

Die Debatte war insbesondere nach Neuers starken Leistungen im Champions-League-Hinspiel gegen Real Madrid neu entfacht worden. Viele Beobachter sehen in dem 38-Jährigen nach wie vor einen Torhüter von Weltklasseformat, der der deutschen Mannschaft bei der anstehenden WM in den USA, Kanada und Mexiko wertvolle Dienste leisten könnte.

Die Entscheidung über eine mögliche Rückkehr liegt letztlich bei Bundestrainer Julian Nagelsmann, der sich in den kommenden Wochen und Monaten zur Torwartfrage positionieren muss. Die öffentliche Diskussion und die Unterstützung aus der Fußballszene dürften den Druck auf den Nationaltrainer jedoch spürbar erhöhen.

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