Mainz 05 schreibt weiter an der Euro-Geschichte
Der 1. FSV Mainz 05 setzt seine beeindruckende Erfolgsstory in der Conference League fort. Im Viertelfinale gelang den Nullfünfern ein souveräner 2:0-Heimsieg gegen Racing Straßburg, der den Weg ins Finale in Leipzig weiter öffnet. Die Hauptrolle in diesem europäischen Märchen spielte erneut der japanische Mittelfeldspieler Kaishu Sano.
Sano krönt Weltklasse-Leistung mit Traumtor
Der 25-jährige Japaner, der vor zwei Jahren in Europa noch völlig unbekannt war, legte eine weitere herausragende Leistung hin und krönte diese mit einem atemberaubenden Solo-Tor. In der 11. Minute eroberte Sano den Ball an der Mittellinie, spielte einen Doppelpass mit seinem Landsmann Sota Kawasaki, dribbelte bis zum Strafraum, zog an zwei Verteidigern vorbei und schloss mit einem präzisen Schuss ins lange Eck ab – minimal abgefälscht, aber unhaltbar für den Straßburger Torwart.
Teamkollege Danny da Costa zeigte sich nach dem Spiel begeistert: „Er haut sich in jeden Zweikampf, gewinnt unheimlich viele Bälle und stopft viele Löcher. Und auch heute mit dem Ball wirklich immer eine Lösung im Kopf. Er ist in den letzten Wochen enorm viel gelobt worden und das völlig zu Recht. Ich hoffe, ich habe noch einige Zeit meine Freude an ihm als Mitspieler.“
Mainz rechnet mit Abgang des Superstars
Was da Costa andeutet, ist in Mainz längst offenes Geheimnis: Trotz eines Vertrags bis 2028 und ohne Ausstiegsklausel rechnet niemand im Verein ernsthaft damit, dass Sano nächste Saison noch für die Nullfünfer auflaufen wird. Die Mainzer erwarten ein Wettbieten der europäischen Top-Klubs und peilen eine Ablösesumme von mindestens 60 Millionen Euro an – ein Betrag, der nach dieser Leistung absolut realistisch erscheint.
Sportdirektor Niko Bungert würdigte den Japaner nach dem Spiel: „Jeder, der heute im Stadion war, konnte sehen, was das für ein herausragender Spieler ist. Wahrscheinlich der Beste in diesem Wettbewerb, einer der Besten in der Bundesliga.“
Einstudiertes Tor zum beruhigenden 2:0
Das zweite Tor der Mainzer fiel in der 19. Minute nach einer am Vortag einstudierten Standard-Situation. Paul Nebel flankte auf den Elfmeterpunkt, wo Stefan Posch volley abschloss und zum 2:0 traf. Die Ecken-Variante hatten sich die Mainzer am Wochenende beim 2:1-Sieg in Hoffenheim vom Gegner abgeschaut – ein Beweis für die gute Vorbereitung des Teams.
Bereits mit dem Einzug ins Achtelfinale hat Mainz 05 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gesichert. Nächsten Donnerstag könnte im Rückspiel in Straßburg der nächste Schritt Richtung Titel-Traum folgen. Bungert mahnte jedoch zur Vorsicht: „Wir sind sehr, sehr happy mit der Ausgangssituation, die wir uns erarbeitet haben, aber wohlwissend mit direktem mahnenden Finger, dass das nur der halbe Weg war und wir noch mal genau die gleiche Leistung brauchen.“
Die Mainzer Fans dürfen weiter träumen – und Kaishu Sano hat seinen Marktwert mit diesem Traumtor sicherlich um weitere Millionen nach oben getrieben.



