Nach 0:4 in Dortmund: Mainz-Torwart Batz erntet Trainer-Kritik nach Luftdebakel
Er war in den vergangenen Wochen überragend, doch beim 0:4 in Dortmund wurde Mainz-Torwart Daniel Batz (35) gemeinsam mit seinen Abwehrkollegen regelrecht vorgeführt. Immer wieder ließen die 05-Verteidiger ihren Keeper bei BVB-Flanken durch zaghaftes Verhalten im Stich. Weil Batz sich zudem nicht energisch genug zur Wehr setzte, gab es nach drei Mainzer Siegen in Folge nun den deutlichen Rückschlag.
Vier Kopfballtore als Debakel
Das Luft-Debakel führte zu vier Dortmunder Kopfballtoren: Die Nullfünfer verloren in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel im eigenen Strafraum vollständig die Kontrolle. Und dafür gab es sogar deutliche Schelte vom eigentlich besonnenen Trainer Urs Fischer (59). Der Schweizer äußerte sich nach dem Spiel bei Sky: „Da braucht's die Hilfe der Spieler, aber auch der Torwart muss natürlich ein bisschen mehr machen, muss sich da ein bisschen Platz verschaffen.“
Sportdirektor Niko Bungert (39) gab unumwunden zu: „Bei jeder Standardsituation hat es lichterloh gebrannt. Dortmund hat in Perfektion gezeigt, wie man da gefährlich werden kann.“ Innenverteidiger Stefan Posch (28) ergänzte: „Vielleicht muss der Torwart besser rauskommen, auch wenn er geblockt wird. Wir müssen dem Torwart aber auch mehr helfen.“
Batz selbst sieht Verbesserungsbedarf
So sieht es auch Batz selbst, der sagte: „Ich muss vielleicht ein bisschen energischer zum Ball gehen.“ Kapitän Silvan Widmer (32), der mit einem unnötigen Foul den Freistoß vorm 0:1 verursachte, haderte zudem mit der aktuellen Regelauslegung, die deutlich mehr Aggression – auch gegen den Torwart – gestattet. Der Schweizer erklärte: „Wir haben die Standards schlecht verteidigt. Da müssen wir uns viel besser wehren. Es wird aber mittlerweile auch gar nichts mehr gepfiffen. Man kann reißen, schieben und stoßen. Selbst der Torwart kann behindert werden.“
Abstiegskampf bleibt hart
Durch den Gegentore-Viererpack verliert Mainz im Abstiegskampf wieder wertvollen Boden. Davon wollen sich die Verantwortlichen aber nicht beirren lassen. Trainer Fischer betonte: „Ich hab mich immer geäußert, dass es aus meiner Sicht bis zum Ende eng bleiben wird.“ Und Sportdirektor Bungert glaubt weiter an die Mannschaft: „Wir wissen, dass es noch ein langer, harter Weg wird. Wir müssen hart um jeden Bundesliga-Punkt kämpfen. Wir haben aber die Qualität, wenn wir 100 Prozent von uns auf den Platz bringen, dann auch in jedem Bundesliga-Spiel gut auszusehen und Punkte mitzunehmen.“
Die Mainzer müssen nun schnell aus der Niederlage lernen, denn der Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga wird mit jedem Spieltag intensiver. Die Defensivprobleme bei Standardsituationen müssen dringend behoben werden, um in den kommenden Partien wieder punkten zu können.



