Der italienische Fußballverband FIGC hat einen neuen Präsidenten: Giovanni Malagò wurde auf der Mitgliederversammlung mit 68,58 Prozent der Stimmen gewählt. Der 67-jährige Sportfunktionär soll den italienischen Fußball nach dem dritten verpassten WM-Turnier in Serie wieder auf Kurs bringen. „Allein kann ich nichts tun, aber mit euch kann ich alles erreichen“, sagte Malagò nach seiner Wahl.
Rücktritt von Gravina nach erneuter WM-Pleite
Malagò folgt auf Gabriele Gravina, der nach dem abermaligen Scheitern der Squadra Azzurra in der WM-Qualifikation zurückgetreten war. Italien hatte sich zum dritten Mal in Folge nicht für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Neben Gravina mussten auch Nationaltrainer Gennaro Gattuso sowie die Torwart-Legende Gianluigi Buffon, der als Teamkoordinator tätig war, ihre Posten räumen.
Erfahrene Führungskraft für den Neustart
Malagò bringt umfangreiche Erfahrung im Sportmanagement mit. Von 2013 bis 2025 war er Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni) und zuletzt Chef des Organisationskomitees für die Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina. Er sprach von einem „tiefen und bewegenden Gefühl der Verantwortung“. Eine seiner ersten Aufgaben wird die Suche nach einem neuen Nationaltrainer sein. Seit dem Abgang von Gattuso ist der Posten vakant; Interimscoach Silvio Baldini betreute die Mannschaft in zwei Testspielen Anfang Juni.



