Portugals Trainer lobt deutschen Bundestrainer und Superstar Ronaldo
Der portugiesische Fußball-Nationaltrainer Roberto Martínez hat in einem aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung sowohl den deutschen Bundestrainer Julian Nagelsmann als auch den eigenen Superstar Cristiano Ronaldo gewürdigt. Der 52-jährige Spanier zeigte sich dabei besonders angetan von der Spielphilosophie des deutschen Trainers.
Martínez über Nagelsmanns offensiven Fußball
„Ich mag den Fußball, den er vorschlägt“, sagte Martínez über Julian Nagelsmann. Er hob dabei die charakteristischen Merkmale von Nagelsmanns Mannschaften hervor: „Angriffsfußball, hohe Intensität, so nah wie möglich am gegnerischen Tor zu spielen, möglichst viele Spieler im letzten Drittel zu haben.“ Der Portugiesen-Trainer betonte, dass diese Art des Spiels bereits seit Nagelsmanns Zeit bei RB Leipzig erkennbar sei und er dies sehr schätze. „Es ist sehr einfach, eine Nagelsmann-Mannschaft zu erkennen“, fügte Martínez an.
Cristiano Ronaldo als unersättliche Ikone
Im gleichen Gespräch kam Martínez auch auf den 41-jährigen portugiesischen Stürmer Cristiano Ronaldo zu sprechen. Der Trainer stellte klar, dass nicht der Körper, sondern der Kopf über das Karriereende entscheide. „Ronaldos Kopf ist bisher nicht so weit. Ronaldo hat immer noch Appetit“, erklärte Martínez. Er verwies darauf, dass Ronaldo auch nach mehr als zwei Jahrzehnten im Profifußball weiterhin „jeden Tag besser“ werden wolle – und zwar als Teamplayer.
Martínez schilderte konkrete Beispiele für Ronaldos Teamorientierung: „Ich habe ihn Elfmeter an Kollegen abtreten sehen. Oder er hat aus aussichtsreicher Position eine Vorlage gegeben, statt aufs Tor zu schießen.“ Dem Trainer sei es dabei egal, ob Ronaldo bei 999 oder 1001 Länderspieltoren lande.
Ronaldo als „Fahrstuhl-Gesprächsthema“
Besonders anschaulich beschrieb Martínez die Popularität seines Spielers. Er bezeichnete Ronaldo als „Fahrstuhl-Gesprächsthema“ und erläuterte: „Wenn man in einen Lift steigt, kann man übers Wetter reden – oder über Cristiano.“ Für Martínez ist Ronaldo „eine Ikone und eine historische Referenz“, die die Geschichte des Fußballs verändert habe. Der Trainer respektiere den Stürmer insbesondere dafür, dass er „mehr als 20 Jahre seiner Karriere der Nationalmannschaft gewidmet hat“.
Das Interview zeigt damit nicht nur die gegenseitige Wertschätzung unter Trainerkollegen, sondern auch die besondere Stellung, die Cristiano Ronaldo im internationalen Fußball auch im Jahr 2026 noch einnimmt.



