„Bin stolz auf die Jungs!“: Masken-Gruber feiert Blut-Punkt nach Abnutzungskampf
Masken-Gruber feiert Blut-Punkt nach Abnutzungskampf

„Bin stolz auf die Jungs!“: Masken-Gruber feiert Blut-Punkt nach Abnutzungskampf

Das Blut tropfte ihm noch Minuten nach dem Abpfiff aus der Nase. Nürnbergs Innenverteidiger Fabio Gruber (23) war nach einem intensiven „Abnutzungskampf“ gegen Tabellennachbar Bochum schwer gezeichnet, aber keineswegs unzufrieden. Im Ruhrstadion hielt seine Defensive dem großen Druck des VfL nach der Pause stand und sicherte so den ersten Auswärtspunkt seit 3,5 Monaten.

Gruber lobt defensive Stärke trotz Elfmeter

„Ich bin stolz auf die Jungs, dass wir über weite Strecken nichts zugelassen haben“, erklärte der Kapitän des 1. FC Nürnberg. „Nur über einen berechtigten Elfmeter wurde Jan Reichert überwunden. Von dem her mache ich den Jungs auch keinen Vorwurf, sondern ich lobe sie.“ Die Club-Abwehr zeigte sich bis auf diese eine Ausnahme unüberwindbar und bewies damit mentale Stärke in einer schwierigen Auswärtssituation.

Klose kritisiert Leistungseinbruch nach der Pause

Zur Wahrheit gehörte jedoch auch, dass die Franken nach einer ordentlichen ersten Halbzeit und dem ersten Auswärtstor von Top-Knipser Mohamed Ali Zoma (22) – bereits sein neunter Saisontreffer – nach der Pause erneut den Faden verloren. Statt spielerisch dem vehementen Pressing der Bochumer zu entgehen, wurden die Bälle meist nur noch weit nach vorn geballert. Damit konnte Sturm-Routinier Adriano Grimaldi (34) wenig bis gar nichts anfangen.

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Auch Club-Coach Miroslav Klose (47) zeigte sich mit dem Auftritt im zweiten Durchgang unzufrieden: „In der ersten Halbzeit waren wir noch einen Tick besser und mutiger. Nach der Pause haben wir dann keine Ruhe mehr gefunden und zu viel mit langen Bällen operiert. Da hat uns oft der Zugriff gefehlt.“

Späte Wechsel und Kaderfragen

Umso verwunderlicher war, dass der Weltmeister-Coach auch diesmal sehr spärlich und vor allem spät wechselte. Bis auf den verletzungsbedingten Tausch in der 54. Minute von Winter-Neuzugang Rabby Nzingoula (20), der böse umknickte und gegen Hertha BSC wohl ausfallen dürfte, wartete Klose erneut bis zur 82. Minute, um weitere frische Kräfte zu bringen.

Im Gegensatz zum schwachen Kurzauftritt von Noah Maboulou (21) deutete dann zumindest U23-Youngster Piet Scobel (20) an, dass er durchaus mehr Einsatzzeit verdient gehabt hätte. Weitere Klose-Wechsel blieben jedoch aus, was erneut die Frage aufwirft, ob der Coach seinem kompletten Kader wirklich vertraut.

Insgesamt bleibt der Auswärtspunkt ein wichtiger Erfolg für Nürnberg, auch wenn die Leistung in der zweiten Halbzeit noch deutlich Luft nach oben lässt. Die defensive Stabilität gibt jedoch Grund zur Hoffnung für die kommenden Spiele.

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