Mbappé jagt Messi: Frankreichs Superstar auf Rekordjagd bei WM
Mbappé jagt Messi: Frankreichs Superstar auf Rekordjagd

Kylian Mbappé hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ein klares Zeichen gesetzt. Nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen Senegal zeigte sich der Superstar von Real Madrid erleichtert und selbstbewusst. „Rache? Nein, daran denke ich nicht“, stellte Mbappé klar. „Wenn ich spielen würde, um meine Kritiker zum Schweigen zu bringen, müsste ich bis 80 spielen.“ Stattdessen wolle er Geschichte für sein Land schreiben und der Mannschaft helfen, das Finale zu erreichen und Weltmeister zu werden.

Mbappé unter Druck nach titelloser Saison

Der Offensivspieler hatte in den vergangenen Monaten viel Kritik einstecken müssen. Nach einer Saison ohne Titel mit Real Madrid stand er beim Turnierstart extrem unter Druck. Doch Mbappé lieferte die sportlich passende Antwort. Beim Sieg gegen die Westafrikaner machte er zwar kein überragendes Spiel, mit zwei Toren aber wieder den entscheidenden Unterschied.

Mit seinen Treffern löste Mbappé Olivier Giroud als Rekordtorjäger der Équipe Tricolore ab. Zudem überholte er den 2023 gestorbenen Just Fontaine als besten französischen Torschützen in der WM-Historie. Nun steht Mbappé bei 14 WM-Toren in seiner Karriere. Den Rekord hält noch Miroslav Klose mit 16 Treffern. Doch Argentiniens Lionel Messi zog durch einen Dreierpack gegen Algerien (3:0) gleich. Kommt es nun zu einem Wettschießen zwischen Mbappé und Messi?

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Deschamps verteidigt seinen Superstar

Trainer Didier Deschamps reagierte gelassen auf die anhaltende Kritik an Mbappé. „Es gibt immer noch Kritiker“, sagte der 57-Jährige mit einem Anflug von Sarkasmus. Ihm war bewusst, dass der größte Star im französischen Aufgebot vor der Pause nicht überzeugt hatte. Doch Deschamps stellte klar: „Ja, er verteidigt weniger als andere, aber dafür ist er nicht hier.“ Dafür könne Mbappé Spiele mit einer einzigen Aktion entscheiden – so wie in der zweiten Halbzeit gegen den früheren Afrikameister.

Beim 1:0 wurde Mbappé herrlich von Bayern-Profi Michael Olise in Szene gesetzt, später legte er das sehenswerte 3:1 nach. „Wenn er wieder eine schwache erste Halbzeit spielt und in der zweiten zwei Tore schießt, ist das für mich in Ordnung“, sagte Deschamps, der mit einer taktischen Änderung in der Pause selbst zum Aufschwung beigetragen hatte.

Deschamps‘ Schachzug mit Bayerns Olise

Den Münchner Olise hatte der Coach für den zweiten Durchgang vom rechten Flügel ins Zentrum beordert. Ein Schachzug, der voll aufging und in der Vorlage des 24-Jährigen beim Führungstreffer von Mbappé gipfelte. „Je öfter er am Ball ist, desto besser“, lobte Deschamps den Profi vom FC Bayern München.

Olise und Mbappé gehören zu den Schlüsselfiguren bei den Franzosen, die ihren dritten WM-Titel nach 1998 und 2018 anstreben. Dass sie eine 45-minütige Anlaufzeit brauchten, um in der Hitze von East Rutherford auf Betriebstemperatur zu kommen? Am Ende halb so wild. „Ein Turnier so zu beginnen, bringt gleich etwas Ruhe rein“, sagte Mbappé.

Werden die Franzosen ihrer Favoritenrolle gerecht, könnte der Real-Star dieses Jahr bereits sein drittes WM-Finale in Serie erreichen – als zweiter Spieler nach dem Brasilianer Cafu, der die Endspiele 1994, 1998 und 2002 bestritt. Wieder so ein Rekord. Den er sich dann aber erst mal teilen müsste, wie mancher Kritiker womöglich sagen würde. Doch dafür, die ruhigzustellen, spielt Mbappé ja nicht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration