Schwere Sanktionen für den 1. FC Magdeburg nach Gewaltexzessen
Der Deutsche Fußball-Bund hat nach den massiven Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden drastische Strafen verhängt. Der Kontrollausschuss des DFB teilte am Dienstag mit, dass der Verein aus Sachsen-Anhalt eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 186.600 Euro zahlen muss. Zusätzlich wurde der Klub zu zwei Zuschauer-Teilausschlüssen verurteilt, wobei eine dieser Sperren auf Bewährung ausgesetzt wurde.
Pyrotechnik und gewalttätige Auseinandersetzungen
Im Rahmen des Ostduells am 26. Spieltag kam es zu schweren Vorfällen. Im Ultra-Block der Nordkurve der Avnet Arena wurde eine große Menge an Pyrotechnik gezündet, was das Sportgericht mit einer Geldstrafe von 126.600 Euro ahndete. Für die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Magdeburger Chaoten und der Polizei, bei denen über 70 Einsatzkräfte verletzt wurden, muss der FCM weitere 60.000 Euro entrichten.
Der teilweise Zuschauerausschluss betrifft konkret die Blöcke 3 bis 6 in der Nordkurve, also den gesamten Ultra-Bereich. Diese Maßnahme tritt bereits beim nächsten Heimspiel am 13. März gegen Darmstadt 98 in Kraft. Die betroffenen Tribünenabschnitte müssen für diese Partie geschlossen bleiben.
Verein akzeptiert Urteil
Der 1. FC Magdeburg hat in einer offiziellen Stellungnahme klargestellt: „Bereits erworbene Dauer- und Tageskarten für diese Bereiche berechtigen nicht zum Zutritt! Zuschauer mit Tickets für die Blöcke 1, 2 und 7 der Avnet Arena sind hingegen nicht von der Maßnahme betroffen.“
Interessanterweise hatte der Verein einem ursprünglichen Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses nicht zugestimmt. Dennoch will der Zweitligist gegen das am Dienstagmittag eingegangene Urteil des Sportgerichts keine weiteren Rechtsmittel einlegen, wodurch die Entscheidung rechtskräftig wird.
Die hohe Geldstrafe und die Zuschauerausschlüsse markieren einen deutlichen Einschnitt für den Verein, der sich in der laufenden Saison sportlich etablieren wollte. Die Vorfälle beim Spiel gegen Dynamo Dresden, das mit 1:2 verloren ging, haben nun weitreichende Konsequenzen über den rein sportlichen Bereich hinaus.



