Mislintat sieht bei Fortuna Düsseldorf trotz Niederlage „deutliche Entwicklung nach vorne“
Mislintat: Fortuna Düsseldorf zeigt deutliche Entwicklung

Mislintat verteidigt Fortuna Düsseldorf nach enttäuschendem Spiel

Der Abend in der Düsseldorfer Arena verlief chaotisch und enttäuschend für die Fans von Fortuna Düsseldorf. Nicht nur das Spiel gegen Preußen Münster in der 2. Liga blieb weit hinter den Erwartungen zurück, auch organisatorische Pannen überschatteten den Auftritt. Die Nachspielzeit wurde in der ersten Halbzeit nicht korrekt angezeigt, und selbst die Zuschauerzahlen wurden innerhalb weniger Minuten widersprüchlich kommuniziert – erst über 40.000, dann etwas mehr als 37.000. Doch während die meisten Anwesenden das Spiel als verkorkstes Anti-Spektakel empfanden, hatte Manager Sven Mislintat eine deutlich positivere Sichtweise.

Manager lobt defensive Stärken trotz offensiver Schwächen

Mislintat zeigte sich in seiner Analyse erstaunlich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Gut, wenn man zu Hause gegen Preußen Münster spielt und die letzten drei Heimspiele gewonnen hat, sind wir nicht zufrieden“, räumte der 53-Jährige ein. „Aber wenn man das Hinspiel trotz des besseren Ergebnisses mit dem jetzigen Spiel vergleicht, muss man deutlich zufriedener sein.“

Der Manager betonte insbesondere die defensive Solidität: „Wir hatten bis zur 70. oder 75. Minute einen xG-Wert gegen uns, wir haben kaum was zugelassen. Grundsätzlich bin ich mit der Herangehensweise, dass wir sehr lange Mann gegen Mann übers ganze Feld verteidigt und viele Ballgewinne erzwungen haben, zufrieden.“

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Kritik nur im Abschlussverhalten

Die einzige deutliche Kritik äußerte Mislintat am Offensivspiel seiner Mannschaft: „Aber nicht damit, wie wir es ins letzte Drittel transportiert und abgeschlossen haben.“ Auch Tim Oberdorf (29) konnte im unansehnlichen Kampfspiel gegen Münster nicht treffen und verkörperte damit die Abschlussschwächen der Fortuna.

Doch dieser kleine Anflug von Kritik war dann auch das Einzige, was Mislintat an dem schwachen Auftritt gegen ein richtig schwaches Münster auszusetzen hatte. Der Nachfolger von Klaus Allofs (69) verwies auf statistische Verbesserungen: „Wir haben 20 Flanken gespielt, von denen 37 Prozent angekommen sind. Bitte nicht falsch verstehen, aber wir haben auch wieder deutlich mehr Torschüsse. Wenn wir das in der Gesamtsumme sehen, haben wir eine deutliche Entwicklung nach vorne.“

Positiver Blick auf die Tabellensituation

Mislintat verteidigte auch die aktuelle Position der Mannschaft im Abstiegskampf: „Was heißt, wir kommen nicht vom Fleck? Vor dem Spiel gegen Greuther Fürth waren wir 17., momentan stehen wir auf Platz elf, auch wenn noch einige an diesem Spieltag vorbeiziehen können. Elf Punkte aus den letzten sechs Spielen sind ein ordentlicher Punkteschnitt.“

Der Manager mahnte zur Realitätssicht: „Wir müssen schon aufpassen, dass wir nicht vergessen, wo wir gestartet sind. Und wir dürfen auch schon sagen, wie sich unsere Spielanlage verbessert hat und welche Dinge wir gut gemacht haben.“ Gleichzeitig gab er zu: „Wir hätten gegen Münster lieber drei Punkte gehad und in Karlsruhe drei verdient gehabt.“

Mislintats Fazit fiel dennoch optimistisch aus: „Wir dürfen kritisch mit uns sein, aber nicht zu kritisch.“ Diese Haltung gilt auch für die Bewertung des Spiels gegen den Karlsruher SC, bei dem das Fortuna-Stolpern aus seiner Sicht schon ziemlich gut gewesen sein soll.

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