Mislintat reißt Fortuna Düsseldorf aus der Selbsttäuschung: „Niemand ist zu gut für den Abstiegskampf“
Endlich Klartext! Während Trainer Markus Anfang (51) mit beschönigenden Worten den Glauben seiner Mannschaft stützt, den Abstiegskampf aufgrund der angeblichen Qualität locker zu meistern, hat Manager Sven Mislintat (53) dieser gefährlichen Selbsttäuschung einen deutlichen Riegel vorgeschoben. Der Sportdirektor spricht aus, was viele denken, aber in der Kabine von Fortuna Düsseldorf offenbar nicht ankommt.
Brutale Analyse nach der Hertha-Klatsche
Mislintat äußerte sich im TV-Interview bei „Sky“ zur deutlichen 2:5-Niederlage gegen Hertha BSC und ließ kein gutes Haar an der Leistung: „Bis auf den Start war nichts in Ordnung. Wir haben nicht unsere Leistung auf den Platz gebracht und zu viele Fehler gemacht, für die uns Hertha brutal bestraft hat.“ Der Manager listete konkret auf, was schiefgelaufen ist: „Weder die Restverteidigung noch die Konterabsicherung oder das Gegenpressing haben funktioniert, wie es sein müsste, um gegen Hertha eine Chance zu haben.“
Die bittere Wahrheit über den Abstiegskampf
Später in der Mixed Zone wählte der Nachfolger von Klaus Allofs (69) zwar versöhnlichere Töne und nahm alle Beteiligten, auch Trainer Anfang trotz dessen Fehlentscheidungen, in Schutz. Doch zuvor hatte er im Fernsehen die ungeschminkte Wahrheit ausgesprochen: „Wir haben klar gesehen, warum wir immer noch gegen den Abstieg spielen und das auch noch bis zum Ende der Saison werden. Es gibt über das Spiel nichts schönzureden.“
Dass dennoch einige Akteure bei Fortuna zur Beschönigung neigen, ist in dieser Saison leider zur Methode geworden. Die mangelnde Selbstkritik gehört zu den Hauptgründen, warum sich der Verein aktuell am Abgrund zur 3. Liga befindet. Ein weiteres Problem: Die Mannschaft hält sich nach wie vor für viel zu stark, um sich ernsthafte Sorgen über den drohenden Abstieg zu machen.
Mislintats klare Botschaft an die Mannschaft
Der Manager stellte unmissverständlich klar: „Zu gut ist niemand für den Abstiegskampf in der 2. Liga! Da kann jeder jeden schlagen. Ich habe immer gesagt, das ist eine Momentum-Liga. Das Gute ist, man kann das auch jede Woche wieder drehen.“ Diese Einstellung muss sich nun endlich bei den Spielern durchsetzen.
Die Aufgabe von Trainer Anfang und seinen Profis ist klar definiert: Vor allem nach dem wichtigen Spiel an Ostersamstag in Lautern (13 Uhr/Sky) folgen entscheidende Partien gegen Kiel, in Magdeburg und gegen Dresden. Diese Begegnungen werden über die Zukunft von Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga entscheiden. Genau für diese kritische Phase hat es den schonungslosen Klartext von Sven Mislintat dringend gebraucht.
Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Mit nur 1,1 Punkten pro Spiel steht Fortuna Düsseldorf kurz vor dem sportlichen Abgrund. Markus Anfang muss seine Mannschaft jetzt vor dem Schlimmsten bewahren und die Worte seines Managers endlich in Taten umsetzen lassen.



