Thomas Müller sieht Deutschland bei WM nur als Außenseiter
Müller: Deutschland bei WM nicht unter Top-Favoriten

Thomas Müller zweifelt an deutscher WM-Favoritenrolle

Der ehemalige Nationalspieler Thomas Müller hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nur geringe Chancen auf den Titelgewinn bei der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada eingeräumt. In einem ausführlichen Interview mit dem kicker äußerte der Weltmeister von 2014 deutliche Zweifel an der aktuellen Wettbewerbsfähigkeit des DFB-Teams.

Kritik am misslungenen Generationenwechsel

Müller bezeichnete den Übergang seit dem Jahr 2018 als gescheitert und verwies auf das Fehlen fester Größen in der neuen Generation. "Diese Spieler müssten regelmäßig in Halbfinals oder Finals der Champions League unterwegs sein", erklärte der Rekordspieler des FC Bayern München. Dieser Entwicklungsprozess müsse erst wieder in Gang kommen, bevor Deutschland zu den Top-3-Anwärtern auf den WM-Titel gehören könne.

Zwar besitze die Mannschaft genügend individuelle Qualität, um an einem guten Tag jede Top-Nation zu schlagen. Die entscheidende Stabilität, um selbst kaum zu besiegen zu sein, fehle jedoch aktuell. "Das ist der wesentliche Unterschied: Kann ich mal jemanden schlagen oder bin ich selbst ganz schwer zu bezwingen? Aus diesem Grund zählen wir nicht zu den engeren Favoriten", so Müllers ernüchternde Analyse.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Mindset der Spieler und kanadische WM-Perspektiven

Trotz dieser realistischen Einschätzung betonte Müller, dass jeder Spieler mit der Einstellung ins Turnier gehen sollte, alles für ein mögliches Finale zu geben. Den Titel gönne er Deutschland "natürlich", doch die Voraussetzungen seien derzeit nicht optimal.

Der seit 2025 für die Vancouver Whitecaps aktive Stürmer erlebt in seiner neuen Wahlheimat Kanada bereits die Vorfreude auf das Turnier. "Die Menschen sprechen sehr häufig über die WM und vergleichen sie mit den Olympischen Winterspielen 2010", berichtete Müller. Zwei kanadische Gruppenspiele finden in Vancouver statt, was die Begeisterung zusätzlich steigern wird.

Dem Co-Gastgeber Kanada traut Müller durchaus eine gute Rolle zu. "Seit längerer Zeit sind sie auf einem guten Weg und wettbewerbsfähig. Neben Alphonso Davies haben sie viele gute Spieler", analysierte der Experte. Ein Einzug ins Achtel- oder sogar Viertelfinale wäre für das kanadische Team sicherlich ein großer Erfolg.

Persönliche Situation und Zukunftsperspektiven

Thomas Müller wechselte 2025 nach 756 Pflichtspieleinsätzen für den deutschen Rekordmeister zum kanadischen Klub Vancouver Whitecaps. In Nordamerika verfolgt er nun die Entwicklung des Fußballs und die Vorbereitungen auf das globale Sportereignis. Seine kritischen Worte zeigen, dass der erfahrene Spieler weiterhin ein genaues Auge auf die internationale Fußballlandschaft und speziell auf die deutsche Nationalmannschaft hat.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration