Lebenslange Sperre für MLS-Profis: Yeboah und Jones wegen Sportwetten auf eigene Spiele gesperrt
Die nordamerikanische Fußballliga Major Soccer League (MLS) hat mit einer drastischen Maßnahme aufgedeckt: Zwei Profifußballer wurden lebenslang gesperrt, nachdem sie in großem Umfang auf Fußballspiele gewettet hatten – darunter auch auf Partien ihrer eigenen Teams. Die Spieler Yaw Yeboah und Derrick Jones sind damit in den USA aus dem Verkehr gezogen worden.
Vertrauliche Informationen geteilt und auf Gelbe Karten gewettet
Laut einer offiziellen Mitteilung der MLS haben Yeboah und Jones zwischen den Jahren 2024 und 2025 umfangreiche Fußballwetten abgeschlossen. Dabei teilten sie wahrscheinlich vertrauliche Informationen mit anderen Wettenden. Ein besonders gravierender Vorfall ereignete sich im Oktober 2024, als die beiden Spieler darauf wetteten, dass Jones während eines Spiels eine Gelbe Karte erhalten würde – was tatsächlich eintraf.
Die Information, dass Jones sich absichtlich eine Verwarnung abholen wollte, soll im Vorfeld an andere Wettende weitergegeben worden sein. Die Liga betonte jedoch, dass es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass diese Wetten das Ergebnis eines Spiels beeinflusst haben. Dennoch stellt das Verhalten einen klaren Verstoß gegen die Integritätsregeln des Profisports dar.
Karriereverläufe der betroffenen Spieler
Der 28-jährige Yaw Yeboah, ein ghanaischer Nationalspieler, wurde 2023 mit Columbus Crew Meister der MLS. Der ebenfalls in Ghana geborene 29-jährige Derrick Jones spielte 2024 gemeinsam mit Yeboah bei Columbus Crew. Während Jones auch 2025 im Team blieb, wechselte Yeboah zu Los Angeles FC.
Bereits im Oktober des vergangenen Jahres wurden beide Spieler vorläufig gesperrt. Im Januar 2026 einigten sie sich schließlich mit ihren Vereinen auf eine Vertragsauflösung. Yeboah setzt seine Karriere derzeit in China bei Qingdao Hainiu fort, während Jones' Zukunft ungewiss ist.
Konsequenzen und Signalwirkung der MLS
Die lebenslange Sperre für Yeboah und Jones unterstreicht die Null-Toleranz-Politik der MLS gegenüber Sportwetten durch aktive Profis. Die Liga reagiert damit auf einen wachsenden Markt an Sportwetten in Nordamerika und will die Integrität des Wettbewerbs schützen. Solche Maßnahmen dienen als Abschreckung für andere Spieler und betonen die Bedeutung fairer Spielbedingungen.
Die Entscheidung zeigt, dass selbst vermeintlich kleinere Vergehen wie Wetten auf Gelbe Karten schwerwiegende Konsequenzen haben können, wenn sie mit dem Teilen interner Informationen einhergehen. Die MLS setzt damit ein deutliches Zeichen für Sauberkeit und Transparenz im Profifußball.



