Nach Start-Pleite: Türkei-Trainer geht auf Medien los
Vincenzo Montella (52) ist seit September 2023 Trainer der türkischen Nationalmannschaft. Nach der überraschenden 0:2-Auftaktniederlage gegen Australien bei der WM 2026 ließ der Italiener auf der Pressekonferenz vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Paraguay seinem Frust freien Lauf.
„Dieses Chaos enttäuscht mich sehr. Diese Mannschaft hat in den letzten drei Jahren großartige Ergebnisse erzielt, und ich finde, wir verdienen ein wenig mehr Respekt nach dem ersten Spiel, auch wenn wir es besser hätten machen können“, polterte Montella. Die Kritik im Land sei nach der Pleite enorm gewesen. Bereits in der Vergangenheit war der Coach immer wieder für seine Entscheidungen angefeindet worden.
„Wir haben dieses Spiel mit klarem Kopf vorbereitet, obwohl um uns herum so viel Chaos war. Ich beziehe mich nicht auf alle Medien, aber es gibt ein paar Individuen, die für Wirbel sorgen“, so Montella weiter. Er habe zwar Kritik erwartet, „aber nicht in diesem Ausmaß“.
Sieg-Pflicht gegen Paraguay
Der Druck auf Montella und die Mannschaft um Superstar Arda Güler (21) ist riesig. Sollte Co-Gastgeber USA gegen Australien mindestens einen Punkt holen und die Türkei gegen Paraguay verlieren, wäre das Aus nach der Gruppenphase besiegelt.
Um seine Spieler abzuschotten, lud Montella die Familien der Kicker ins Teamquartier nach Mesa (Arizona) ein. „Wir sind vereinter als je zuvor, um es herumzureißen und nach der Niederlage zurückzuschlagen“, betonte er. Mit einer süffisanten Spitze gegen die Kritiker beendete er die Pressekonferenz: „Ich bin sicher: Wenn wir morgen gewinnen, werden einige Leute wieder sagen, wir werden Weltmeister.“



