Basketball-Bundestrainer Alex Mumbrú steht offenbar vor einer Doppelfunktion. Nach Medienberichten aus Spanien und Italien soll der 47-jährige Spanier in der kommenden Saison zusätzlich zu seinem Amt als Nationalcoach auch den italienischen Euroleague-Club Virtus Bologna trainieren. Die Zeitungen „Marca“ und „La Gazzetta dello Sport“ berichten übereinstimmend, dass Mumbrú beim Topclub aus Bologna einen Zweijahresvertrag erhalten soll.
DBB-Präsident bestätigt Gespräche
Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), bestätigte auf dpa-Anfrage, dass man sich in Gesprächen befinde. Er stellte jedoch klar, dass Mumbrú auf jeden Fall Bundestrainer bleibe. Der Spanier war vor seiner Tätigkeit als deutscher Nationalcoach bereits als Club-Trainer in Valencia aktiv gewesen. Nach der Trennung dort übernahm er 2024 im Anschluss an die Olympischen Spiele in Paris das Amt des Bundestrainers von Gordon Herbert.
Unterschied zu Herbert
Anders als bei Mumbrú hatte der DBB seinem Vorgänger Gordon Herbert eine Doppelfunktion untersagt. Herbert war nach seinem Wechsel zu Bayern München nicht mehr als Bundestrainer tätig. Die Regelung, dass ein Bundestrainer nicht parallel einen Club trainieren darf, gilt eigentlich weiterhin. Daher bleibt abzuwarten, ob der Verband Mumbrú den Job in Bologna tatsächlich erlauben wird.
Nächste Qualifikationsspiele
Für die deutsche Nationalmannschaft stehen Anfang Juli die nächsten beiden WM-Qualifikationsspiele an. Am 3. Juli trifft das Team in Riga auf Israel, am 6. Juli empfängt es in Bamberg Zypern. Diese Partien werden zeigen, wie die personelle Situation um Mumbrú geklärt ist.



