Nagelsmann setzt auf Bayern-Block und England-Legionäre für WM-Vorbereitung
Nagelsmann: Bayern-Block und England-Power für WM

Nagelsmann baut auf Bayern-Block und England-Power für WM-Jahr

Frankfurt/Main • Knapp drei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft hat Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen ersten Kader im WM-Jahr 2026 bekannt gegeben. Die Nominierung sorgt bereits für rege Diskussionen, denn sie setzt auf einen starken Block des FC Bayern München sowie eine überraschend große Fraktion von Spielern aus der englischen Premier League.

Bayern-Dominanz und englische Überraschungen

Insgesamt sieben Akteure des deutschen Rekordmeisters FC Bayern finden sich im Aufgebot für die anstehenden Testspiele. Damit stellt der Verein fast ein Drittel des 26-köpfigen Kaders, obwohl der weiterhin schmerzlich vermisste Jamal Musiala fehlt. Zum Bayern-Block gehören Kapitän und Anführer Joshua Kimmich sowie die jungen Neulinge Lennart Karl und Jonas Urbig, die erstmals zur Nationalmannschaft berufen wurden.

Ebenfalls sieben Spieler holt Nagelsmann von Clubs aus England. Besonders bemerkenswert ist das DFB-Comeback von Pascal Groß von Brighton & Hove Albion und Anton Stach von Leeds United nach fast vier Jahren Abwesenheit. Nach langer Verletzungspause kehrt auch Arsenal-Angreifer Kai Havertz zurück. Das England-Septett komplettieren Florian Wirtz von Liverpool, Kevin Schade vom FC Brentford sowie Nick Woltemade und Malick Thiaw von Newcastle United.

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Rückkehrer und neue Gesichter

Real Madrids Verteidiger Antonio Rüdiger ist nach seiner Verletzungspause ebenfalls wieder im Kader und stellt den ersten sportlichen Gradmesser im WM-Jahr dar. Deniz Undav, aktuell deutscher Top-Torschütze, ist erstmals in dieser WM-Saison wieder dabei. Sein Stuttgarter Club-Kollege Josha Vagnoman erhält als mögliches Backup für Joshua Kimmich auf der rechten Verteidigerposition eine Chance.

Prominente Streichungen und Absagen

Die Nominierung bringt auch einige überraschende Absagen mit sich. Die Chancen auf ein WM-Ticket sind für die nicht berücksichtigten Stuttgarter Maximilian Mittelstädt und Angelo Stiller sowie für Robert Andrich von Bayer Leverkusen gesunken. Auch Niclas Füllkrug fehlt, obwohl der Bundestrainer zuletzt eine bessere Torquote beim AC Mailand von ihm gefordert hatte.

Aussortiert wurde vorerst der Dortmunder Karim Adeyemi, der im November mit privatem, juristischem Ärger für Schlagzeilen gesorgt hatte. Nicht dabei ist zudem der als mögliche WM-Überraschung gehandelte 19-jährige Angreifer Said El Mala vom 1. FC Köln, der im November einige Tage mit der A-Auswahl trainiert hatte.

Jungstars und zukünftige Entscheidungen

Mit der Berufung von Jungstar Lennart Karl (18) und Torwart Jonas Urbig (22) als Backup für Oliver Baumann als WM-Nummer-Eins zeigt Nagelsmann deutlich, dass er für sein endgültiges WM-Aufgebot noch Akzente setzen will. Am Montag versammelt der Bundestrainer sein aktuelles Aufgebot im Stammquartier in Herzogenaurach zur Vorbereitung auf die Testpartien.

Seinen vorläufigen WM-Kader wird der 38-jährige Trainer in der Woche vor dem letzten Bundesliga-Spieltag am 16. Mai nominieren. In den ersten Junitagen muss dann der finale WM-Kader von maximal 26 Spielern der FIFA gemeldet werden.

WM-Auftakt und Gruppenphase

Die Weltmeisterschaft beginnt für Deutschland am 14. Juni um 19.00 Uhr MESZ in Houston gegen Curaçao. In der Gruppenphase folgen am 20. Juni um 22.00 Uhr MESZ in Toronto das Spiel gegen die Elfenbeinküste und am 25. Juni um 22.00 Uhr MESZ in East Rutherford die Begegnung mit Ecuador. Das Turnier findet in den USA, Mexiko und Kanada statt und stellt für Nagelsmann und seine Mannschaft die nächste große Herausforderung dar.

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