Nagelsmann setzt auf Bayern-Block und England-Fraktion für WM-Vorbereitung
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den ersten Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft im Jahr der Weltmeisterschaft 2026 präsentiert. Für die Testspiele Ende März gegen die Schweiz und Ghana berief der Trainer sieben Spieler des FC Bayern München sowie sieben Profis aus der englischen Premier League in sein 26-köpfiges Aufgebot.
Neue Talente und prominente Rückkehrer im DFB-Team
Besondere Aufmerksamkeit erregt die erstmalige Berufung der U21-Nationalspieler Lennart Karl und Jonas Urbig vom FC Bayern. Karl, der zuletzt in der Champions League gegen Bergamo traf, und Torhüter Urbig, der als Backup für Oliver Baumann fungiert, sind die jungen Neulinge im Kader. Gleichzeitig feiern mehrere erfahrene Spieler ihr Comeback: Nach mehr als einem Jahr ist Arsenal-Angreifer Kai Havertz zurück, während Pascal Groß von Brighton & Hove Albion und nach fast vier Jahren Anton Stach von Leeds United überraschend wieder nominiert wurden.
Real Madrids Verteidiger Antonio Rüdiger kehrt ebenfalls nach einer Verletzungspause zurück. Deniz Undav, aktuell deutscher Toptorschütze, ist erstmals in der WM-Saison wieder dabei. Sein Stuttgarter Club-Kollege Josha Vagnoman erhält als mögliches Backup für Kapitän Joshua Kimmich auf der rechten Verteidigerposition eine Chance.
Bayern-Dominanz und englische Premier-League-Stärke
Der FC Bayern München stellt mit sieben Spielern fast ein Drittel des Kaders, obwohl Starspieler Jamal Musiala verletzungsbedingt fehlt. Neben den Neulingen Karl und Urbig sind etablierte Kräfte wie Joshua Kimmich, Alexander Pavlovic, Jonathan Tah, Serge Gnabry und Leon Goretzga aus München nominiert.
Die starke England-Fraktion wird komplettiert durch Liverpool-Star Florian Wirtz, Kevin Schade vom FC Brentford sowie Nick Woltemade und Malick Thiaw von Newcastle United. Diese sieben Premier-League-Profis unterstreichen die internationale Erfahrung im Kader.
Streichkandidaten und WM-Perspektiven
Nicht im aktuellen Aufgebot sind mehrere Spieler, deren WM-Chancen gesunken sind. Dazu gehören die Stuttgarter Maximilian Mittelstädt und Angelo Stiller, Robert Andrich von Bayer Leverkusen sowie Niclas Füllkrug, von dem Nagelsmann zuletzt eine bessere Torquote bei AC Mailand gefordert hatte. Auch der Dortmunder Karim Adeyemi und der Kölner Said El Mala wurden vorerst aussortiert.
Nagelsmann wird seinen vorläufigen WM-Kader in der Woche vor dem letzten Bundesliga-Spieltag am 16. Mai nominieren. In den ersten Junitagen muss der finale WM-Kader der Fifa gemeldet werden. Die Testspiele finden am 27. März in Basel gegen die Schweiz und am 30. März in Stuttgart gegen Ghana statt – beide Nationen sind ebenfalls für die WM-Endrunde qualifiziert.
Deutschland trifft bei der WM mit 48 Mannschaften, die am 11. Juni in Kanada, Mexiko und den USA beginnt, in der Gruppenphase auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Die aktuellen Nominierungen geben einen ersten Eindruck von Nagelsmanns strategischer Ausrichtung für das Turnier.



