Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Torhüter Manuel Neuer nach der 1:2-Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Gruppenfinale gegen Ecuador in Schutz genommen. „Es ist wieder extrem ärgerlich für Manu, dass er so die Winner-Aktion leider noch nicht hatte. Die Abschlüsse waren alle eklig“, sagte Nagelsmann bei MagentaTV. Neuer war beim zweiten Gegentor nach einer Ecke zögerlich erschienen, ehe Angreifer Gonzalo Plata zum Endstand traf.
Schweinsteiger: Keine Schuld für Neuer
Auch ARD-Experte Bastian Schweinsteiger, ein früherer Teamkollege Neuers, wollte dem 40-jährigen Torwart keine Vorwürfe machen. „Es ist extrem schwer für den Torwart, da zu reagieren. Wenn so viele Spieler vor dem Torwart sind, kannst du wenig machen“, erklärte Schweinsteiger. Neuer, der nach der EM 2024 eigentlich aus der Nationalmannschaft zurückgetreten war, war überraschend zurückgekehrt und hatte den zuvor gesetzten Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim zur Nummer zwei degradiert.
Neuers WM-Bilanz: Seit 2014 kein Spiel ohne Gegentor
Seit dem WM-Triumph 2014 in Rio de Janeiro hat Neuer in allen neun WM-Spielen mindestens ein Gegentor kassiert. Schweinsteiger bewertete Neuers Leistung bislang als „gut“, vermisste aber große Paraden: „Manchmal denke ich mir, wo sind die großen Paraden, weil es noch nicht so viele Schüsse aufs Tor gab. Insgesamt wird er für unser Spiel wichtig sein.“
Nagelsmann fordert mehr Ruhe
Das Sechzehntelfinale findet am Montag (22.30 Uhr MESZ) in Foxborough bei Boston statt. Der Gegner steht noch nicht fest. Nagelsmann mahnte: „Wir müssen uns ein bisschen mehr Ruhe geben und ein bisschen weniger in jeder Aktion ein Tor schießen wollen.“



