Nagelsmann hält WM-Tür offen: Nicht nominierte Spieler erhalten weiter Chance
Für Julian Nagelsmann ist der Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft auch nach der aktuellen März-Nominierung noch nicht in Stein gemeißelt. Der Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft versicherte am Donnerstag in Frankfurt am Main während der Präsentation des Aufgebots für die anstehenden Länderspiele deutlich: „Die Türe ist nicht zu“. Damit macht er Spielern, die nicht für die Spiele gegen die Schweiz am 27. März in Basel und gegen Ghana am 30. März in Stuttgart nominiert wurden, weiter Hoffnung auf eine WM-Teilnahme.
Keine endgültige WM-Nominierung im März
„Das ist heute noch keine WM-Nominierung“, erklärte Nagelsmann auf dem DFB-Campus. Der Trainer betonte, dass einige Spieler sich in den kommenden Wochen noch einmal zeigen könnten, während andere, die dem Team bereits bekannt sind, bewusst für diese Länderspiele zu Hause bleiben. „Wir wollen eine gute Mischung aus dem Kern, der die WM spielen wird, und frischen neuen Kräften“, so Nagelsmanns Strategie. Zu den Neulingen im aktuellen Kader gehören Lennart Karl und Torhüter Jonas Urbig, beide vom FC Bayern München.
Kernspieler können sich sicher fühlen
Gleichzeitig dürfe sich der Großteil des 23 Spieler umfassenden Aufgebots seiner WM-Tickets bereits sicher sein. Nagelsmann erläuterte: „Bei einem gewissen Stamm achten wir nicht mehr auf jede Tagesform, da reagieren wir nicht auf jede kleine Delle“. Eine Ausnahme gebe es nur, wenn solche Leistungseinbrüche über sechs Wochen anhielten. Der Trainer verwies auf die besonderen Anforderungen eines Turniers: „Die Krux im Turnier ist: 14, 15 Spieler bekommen 90 Prozent der Spielzeit, die anderen bekommen wenige Minuten – aber sie müssen diese Rolle dennoch positiv ausfüllen“.
Zeitplan für endgültige Kaderentscheidungen
Die endgültigen WM-Tickets wird Nagelsmann in der zweiten Maiwoche verteilen. Den finalen 26 Spieler umfassenden Kader muss der Deutsche Fußball-Bund dann Anfang Juni beim Weltverband FIFA melden. Bis dahin bleibt also Zeit für Überraschungen und mögliche Verschiebungen in der Mannschaftszusammensetzung. Die aktuelle Nominierung dient somit vor allem der Vorbereitung und Beobachtung, während die wesentlichen Weichen für die Weltmeisterschaft erst im späten Frühjahr gestellt werden.



